Eigene SSL-Zertifikate bei Exchange 2007 und 2010

Oft werden für Exchange Server eigene SSL-Zertifikate von thawte/VeriSign, Comodo oder ähnlichen Ausstellern verwendet. Dadurch gibt es bei dem ersten Aufruf von einem Client aus keine lästigen Meldungen, bei denen das „Zertifikat eines unbekannten Ausstellers“ als vertrauenswürdig bestätigt werden muss. Wenn der Exchange-Server im LAN eine anderen Namen oder eine andere Domäne verwendet meldet Outlook nach dem Wechsel des Zertifikates bei jedem Start: „Der Name auf dem Sicherheitszertifikat ist ungültig oder stimmt nicht mit dem Namen der Webseite überein.“ Dies liegt daran, dass der Common Name des Zertifikates nicht dem internen Namen des Exchange-Servers entspricht.

Um das Problem zu lösen muss man in der Exchange Management Shell die folgenden Befehle eingeben (dabei sollten der CAS_Server_Name und die URL natürlich entsprechend angepasst werden):

Set-ClientAccessServer -Identity CAS_Server_Name -AutodiscoverServiceInternalUri https://mail.contoso.com/autodiscover/autodiscover.xml
Set-WebServicesVirtualDirectory -Identity "CAS_Server_Name\EWS (Default Web Site)" -InternalUrl https://mail.contoso.com/ews/exchange.asmx
Set-OABVirtualDirectory -Identity "CAS_Server_name\oab (Default Web Site)" -InternalUrl https://mail.contoso.com/oab
Set-UMVirtualDirectory -Identity "CAS_Server_Name\unifiedmessaging (Default Web Site)" -InternalUrl https://mail.contoso.com/unifiedmessaging/service.asmx

Wobei der letzte Befehlt nur bei Exchange 2007 benötigt wird. Danach sollte man im IIS Manager noch die MSExchangeAutodiscoverAppPool Anwendung im Anwendungspool „Wiederverwenden“ (tolle Übersetzung Microsoft!)

Nähere Informationen sind bei Microsoft im Knowledge Base Artikel 940726 zu finden.

Lokale Profile auf Computern mit Windows Vista oder Windows 7 löschen

Seit Windows Vista reicht es nicht mehr, das lokale Profil auf einem Computer zu löschen und sich neu anzumelden. Wenn man dies mach bekommt der Benutzer bei der nächsten Anmeldung die folgende Fehlermeldung mit der Ereignis-ID 1511 gemeldet:

Das lokale Benutzerprofil wurde nicht gefunden. Sie werden mit einem temporären Benutzerprofil angemeldet. Änderungen, die Sie am Benutzerprofil vornehmen, gehen bei der Abmeldung verloren.

Um die Profile zu löschen muss man auch die entsprechenden Registrierungsunterschlüssel unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList löschen.

Nur kleine Buchstaben bei Datei- und Verzeichnisnamen

Mit dem folgenden Befehl kann man alle großen Buchstaben bei Datei- und Verzeichnisnamen durch kleine ersetzen. Achtung der Befehl bezieht auch alle Unterverzeichnisse mit ein!

find -type f | while read i; do j="`echo $i | tr [[:upper:]] [[:lower:]]`"; [ "$j" != "$i" ] && { mv "$i" "$j" || echo "ERROR: $i"; } ; done

Installation einer Advantage Database unter Ubuntu 10.04

Bei der Installation einer Advantage Database unter einem Ubuntu 10.04 mit 64 Bit gibt es neben der normalen Installationsanleitung noch zwei weitere Punkte zu beachten:

  1. Bei einem Ubuntu mit 64 Bit müssen für die Installation auch die 32 Bit Bibliotheken installiert werden. Dies geschieht mit dem Befehlt
    apt-get install ia32-libs

    .

  2. Da Linux bei Dateinamen zwischen großen und kleinen Buchstaben unterscheidet, sollte man in der Datei
    /usr/local/advantage/ads.conf

    den Wert LOWERCASE_ALL_PATHS auf 1 setzen. Dies bringt dieAdvantage Database dazu nur kleine Buchstaben für Datei- und Verzeichnisnamen zu verwenden. Danach sollte man natürlich darauf achten, dass die Verzeichnisse und Dateien auf dem Server auch keine großen Buchstaben mehr enthalten. Einen Befehl für die Konvertierung der Datei- und Verzeichnisnamen findet man hier.

Genaue Daten einer CPU unter Linux anzeigen

Wer kennt das nicht? Man möchte genaueres über die verwendete CPU wissen und ein

cat /proc/cpuinfo

liefert viele kryptische Daten. Danach stellen sich einem dann meist weitere Fragen wie z.B. „Was war jetzt doch gleich das Flag für 64 Bit?“. Bevor man jetzt lange im Internet nach dem richtigen Flag sucht sollte man den Befehl

lshw -class processor

ausprobieren. Er zeigt die CPU-Eigenschaften meist übersichtlicher an und gibt dabei auch immer an wie viel Bit die CPU hat.

1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation)

In letzter Zeit wurde in den Medien vermehrt über den 1-wire Bus berichtet. Er bietet Kabellängen von bis zu 800 Metern und es gibt günstige Sensoren, die über den Bus mit Strom versorgt werden. Darüber hinaus kann man die Sensoren sowohl sternförmig als auch in einer Reihe anschließen. Höchste Zeit also, um mir den Bus mal näher anzusehen. Also beschloss ich mit meiner Tochter eine Wetterstation auf Basis des 1-wire Bus zu bauen. In der ersten Ausbaustufe haben wir uns dabei auf Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren beschränkt. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann weitere Sensoren folgen.

Als Hardwareplattform haben wir eine AMD Geode LX CPU und ein ALIX-Board verwendet, da uns der geringe Stromverbrauch und Preis überzeugten. Die Hardware hat insgesamt 249,69- € gekostet und der Stromverbrauch liegt bei unter 5 Watt.

Lieferant Hersteller/Model Preis
shop.varia-store.com Mainboard ALIX.1D, Bundle (Board, Netzteil,
CF, Gehäuse)
149,99- €
www.fuchs-shop.com 1-Wire Verteiler 8-fach 17,90- €
www.fuchs-shop.com LinkUSB 27,90- €
www.fuchs-shop.com MS-TH 51,90- €
www.fuchs-shop.com Patchkabel 10m 2,00- €

Als Softwareplattform haben wir ein Ubuntu Linux 10.04 Server verwendet, welches wir „minimal“ als „LAMP-Server“ (Linux, Apache, MySQL und PHP) installiert haben. Weitere Informationen über ALIX und Ubuntu findet man auf den Webseiten http://wiki.ubuntuusers.de/Alix und https://help.ubuntu.com/community/1wireSoftware.

Installation von Ubuntu
Zunächst haben wir Ubuntu 10.04 Server wie auf der Webseite http://wiki.ubuntuusers.de/Alix beschrieben installiert. Nach der „minimalen“ Installation mussten noch einige Softwarepakete nachinstalliert werden.

sudo apt-get install autoconf
sudo apt-get install automake
sudo apt-get install libtool
sudo apt-get install libfuse-dev
sudo apt-get install libusb-dev
sudo apt-get install libusb++-dev
sudo apt-get install swig
sudo apt-get install php5
sudo apt-get install php5-dev
sudo apt-get install python-dev
sudo apt-get install libperl-dev
sudo apt-get install tcl-dev

Danach haben wir die neuste Version des OWFS von der Webseite http://sourceforge.net/projects/owfs/files/ herunter geladen und kompiliert (man könnte natürlich auch ein Paket bauen). Dazu haben wir einfach das Archiv das wir herunter geladen haben entpackt und sind in das Verzeichnis owfs gewechselt. Danach braucht man nur die folgen befehle anwenden.

./bootstrap
./configure
make
sudo make install
modprobe fuse

Danach haben wir die Sensoren angeschlossen, ein Verzeichnis angelegt und das owfs gemountet.

mkdir /var/1wire
/opt/owfs/bin/owfs --link=/dev/ttyUSB0 -p 4304 /var/1wire

Danach sind die Sensoren einsatzbereit. In dem Verzeichnis /var/1wire findet man jetzt für jeden Sensor ein Unterverzeichnis das die ID-Nummer des Sensors als Namen trägt. Das könnte z.B. 26.7ECCCF000000 sein. In diesem Verzeichnis findet man wiederum die einzelnen Daten des Sensors. Bei einem Temperatursensor findet man die Temperatur dann z.B. in der Datei /var/1wire/26.7ECCCF000000/temperature.

Fortsetzung im Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank).