Dumont Reisehandbuch – Florida


Durch eine Erkrankung musste ich einen Aufenthalt im Krankenhaus in meine Terminplanung mit einbauen. In dem Krankenhaus war zudem der Mobilfunkempfang so miserabel, dass das Internet kaum benutzbar war. Somit hatte ich viel Zeit zu lesen. Diese Zeit habe ich genutzt, um einige Reiseführer über Florida zu lesen und unsere Reise dorthin zu planen.

Als leidenschaftlicher Fotograf musste ich natürlich als erstes das Taschenbuch „Miami und die Florida Keys“ von National Geographic lesen, dass sich fast wie ein Roman lesen läßt und viele tolle Fotografien von Matt Propert enthält. Die Zusammenfassung des Buches habe ich in dem Beitrag „Reiseplanung – Miami und die Florida Keys“ veröffentlicht.

Als nächstes kam dann ein richtiger Reiseführer dran. Schon auf den Reisen in meiner Kindheit, hatten meine Eltern immer einen Reiseführer von Dumont mit dabei. Somit war für mich schnell klar, dass ich jetzt den Reiseführer „Florida“ von Dumont durchlesen würde. Dieser hat mir dann auch sehr gut gefallen und deshalb im folgenden eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke beim Lesen dieses Buches.

Das Reise-Handbuch „Florida“ von Dumont umfasst beindruckende 430 Seiten und ist somit ein sehr umfangreiches Werk. Es wurde von Axel Pinck geschrieben und die dritte aktualisierte Auflage ist 2016 erschienen. Der Inhalt des Reiseführers ist klar und übersichtlich gegliedert und beinhaltet die folgenden Teile, die jeweils in diverse Kapitel unterteilt sind:

  • Wissenswertes über Florida
    • Steckbrief Florida
    • Natur und Umwelt
    • Wirtschaft, Soziales und aktuelle Politik
    • Geschichte
    • Gesellschaft und Alltagskultur
    • Architektur, Kunst und Kultur
  • Wissenswertes für die Reise
  • Unterwegs in Florida
    • Miami und die Gold Coast
    • Everglades und Florida Keys
    • Tampa Bay und Golfküste
    • Orlando und Zentralflorida
    • Floridas Norden

Der Reiseführer beinhaltet diverse Karten der einzelnen Regionen. Eine herausnehmbare, ausklappbare und besonders detaillierte Karte der wichtigsten Regionen mit Register und Entfernungstabelle befindet sich im hinteren Einband.

Fazit

Der Reiseführer „Florida“ von Axel Pinck ist ein solides und umfangreiches Nachschlagewerk mit vielen hilfreichen und praxisnahen Tipps für die Reise. Mit der Hilfe dieses Reiseführers behält man stets den Überblick, auch wenn das Internet mal nicht funktionieren sollte. Durch seine übersichtliche und strukturierte Gliederung und die vielen Register, findet man immer schnell die gerade benötigten Informationen.

Abgesehen von den allgemeinen Kapiteln über die Geschichte, Gesellschaft, Kunst usw. läßt sich dieser Reiseführer nicht wie ein Roman von A-Z durchlesen. Dazu ist der Charakter als Nachschlagewerk zu ausgeprägt. Ich würde deshalb empfehlen, vor der Reise nur die allgemeinen Kapitel durchzulesen und die anderen Kapitel nur für die konkrete Reiseplanung oder vor Ort als Nachschlagewerk zu nutzen. Auf diese Weise lernt man vor der Reise und innerhalb kurzer Zeit das Wesentliche über das Land und hat bei Bedarf ein verlässliches Nachschlagewerk für weitere Details im Gepäck.

Wo gibt es das Buch zu kaufen?

Das Buch kann ohne Versandkosten direkt beim Verlag bestellt werden. Das gedruckte Buch kostet dort 23,99- € und das eBook (als PDF-Datrei) 18,99- €. Alternativ kann man das Buch natürlich auch über den Buchhandel oder bei Amazon bestellen. Hier die entsprechenden Links, um das Buch zu bestellen.

Bei einem Linux unter VMware im laufenden Betrieb eine Festplatte einbinden

Oft ergibt sich die Notwendigkeit auf einem Server mit Linux im laufenden Betrieb eine neue Festplatte anzuschließen. Z.B. wenn der Server virtuell unter VMware läuft und man diesem eine neue Festplatte zuordnet hat und diese ohne Neustart des Servers einbinden möchte.

Um dies bei einem Server mit Linux zu machen benötigt man als erstes die Nummer des HBA (Host Bus Adapter). Diese findet man am besten über das sysfs raus.  Jeder HBA hat ein Verzeichnis unterhalb des Ordners /sys/class/scsi_host/.  Der HBA mit der Nummer 0 hat somit den Ordner /sys/class/scsi_host/host* usw.. In jedem dieser Ordner existiert eine Datei mit dem Namen proc_name. In dieser befindet sich der name des Treibers des jeweiligen HBA. Mit dem Wissen das der Treiber für den LSI Controller von VMware mptspi heißt, muss man jetzt nur noch den HBA, der einen Treiber mit diesem Namen hat. Um nicht in allen Dateien von Hand nachzusehen, kann man dies am besten den Befehl grep fürs ich erledigen lassen. Mit dem folgten Befehlt erhält man eine Ausgabe aller HBA, die die Buchstabenfolge mpt enthalten.

grep mpt /sys/class/scsi_host/host*/proc_name

Wenn die Ausgabe wie folgt aussieht, hat der HBA die Nummer 32.

/sys/class/scsi_host/host32/proc_name:mptspi

Nachdem man die Nummer des HBA rausgefunden hat, muss man den HBA seine Geräte neu scannen lassen. Mit dem folgenden Befehl bittet man den HBA mit der Nummer 32, seine Geräte im laufenden Betrieb neu zu scannen.

echo "- - -" > /sys/class/scsi_host/host32/scan

Danach sollte man mit dmesg sich die Kernelmeldungen ausgeben lassen. Ganz unten bei der Ausgabe sollte der Fund der neuen Festplatte gemeldet werden. Wenn die letzten Zeilen z.B. wie folgt aussehen, ist die Festplatte als Device /dev/sdb von Linux erkannt worden.

Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.033631] scsi 32:0:1:0: Direct-Access     VMware   Virtual disk     2.0  PQ: 0 ANSI: 6
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.033641] scsi target32:0:1: Beginning Domain Validation
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034017] scsi target32:0:1: Domain Validation skipping write tests
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034020] scsi target32:0:1: Ending Domain Validation
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034046] scsi target32:0:1: FAST-80 WIDE SCSI 160.0 MB/s DT (12.5 ns, offset 127)
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034346] sd 32:0:1:0: [sdb] 104857600 512-byte logical blocks: (53.7 GB/50.0 GiB)
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034422] sd 32:0:1:0: [sdb] Write Protect is off
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034425] sd 32:0:1:0: [sdb] Mode Sense: 61 00 00 00
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034444] sd 32:0:1:0: [sdb] Cache data unavailable
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034447] sd 32:0:1:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.034908] sd 32:0:1:0: Attached scsi generic sg2 type 0
Mar  1 14:52:07 portal systemd-udevd[1657]: Process '/bin/sh -c 'echo 180 >/sys$DEVPATH/device/timeout'' failed with exit code 2.
Mar  1 14:52:07 portal kernel: [ 1287.042034] sd 32:0:1:0: [sdb] Attached SCSI disk

Wenn die Festplatte als /dev/sdb erkannt wurde, können wir mit dem einrichten einer Partition weiter machen. Dazu muss zunächst eine Partitionstabelle auf der Festplatte angelegt und dann eine Partition erstellt werden. Dies kann man für die Festplatte /dev/sdb aus unserem Beispiel z.B. mit dem folgenden Befehlt erreichen.

cfdisk /dev/sdb

Nach eingäbe dieses Befehlt wird man zunächst gefragt welche Partitionstabelle man anlegen möchte. Ich empfehle die neuere und modere gpt anstelle der älteren dos zu wählen. Danach kann man in einem kleinen Menü eine neue Partition anlegen und speichern. Auf dieser Partition kann man dann mit mkfs ein Dateisystem anlegen und dieses kann man dann mit dem Befehlt mount in das laufende Linux einbinden. Und voilà, die neue Platte steht ohne Neustart zur verfügung.

VMware-Tools oder lieber open-vm-tools verwenden?

Die VMware-Tools sind Programme und Treiber, mit denen die Gastbetriebssysteme in einer virtuellen Maschine unter VMware zusätzliche Funktionalitäten erhalten. Durch diese wird die Arbeit erleichtert und die Leistung verbessert. Seit dem Jahr 2007 hat VMware weite Teile der VMware Tools als Open Source Software unter dem Namen open-vm-tools (Open Virtual Machine Tools) freigegeben.

Bei aktuellen Linux Distributionen sind die open-vm-tool in den Repositorys enthalten und können bequem über das Paket Management installiert werden.  Bei Ubuntu sind die open-vm-tools z.B. seit Version 14.04 mit dabei. Bei Debian ab der Version 7.

Bei der Installation eines Gastbetriebssystems stellt sich somit heute immer die Frage: Soll man die originalen VMware-Tools oder die open-vm-tools der jeweiligen Distribution installieren?

VMware empfiehlt in dem Knowledge Base Artikel 2073803 nach Möglichkeit die bei den Linux-Distributionen mitgelieferten open-vm-tools und nicht die VMware Tools von VMware zu verwenden. Hier heißt es dazu: „VMware recommends using OVT redistributed by operating system vendors.“

Fazit

Wenn man Linux als Betriebssystem bei einer virtuellen Maschine unter VMware verwendet, sollte man wenn möglich immer die open-vm-tools aus den Repositorys der verwendeten Distribution benutzen. Bei Windows und Linux-Distributionen die keine open-vm-tools in ihrem Repository bereitstellen, sollte man die WMware-Tools von VMware installieren.

Einzelnachweise

Installationsanleitungen