Erster Test von Ubuntu 18.04 LTS

Ich habe mir gerade den RC (Release Candidate) von Ubuntu 18.04 LTS angesehen. Das LTS steht bei Ubuntu für Long Term Support und bedeutet, dass es 5 Jahre lang Sicherheitsupdates für die Release von Ubuntu geben wird. Die LTS Version erscheint aktuell alle zwei Jahre und ist durch den langen Zeitraum mit Sicherheitsupdates besonders für Server interessant.

Upgrade auf die neue Version von Ubuntu

Da bei einem Release Candidate ein Einsatz in der Produktion noch nicht sinnvoll ist, gibt es bei den üblichen Hostern und Rechenzentren aktuell natürlich noch kein Image für die Installation des neuen Ubuntu 18.04. Um es dennoch auf einen Server zu bekommen, muss man eine älter Installation aktualisieren. Um die neue Version von Ubuntu auf einen Server in einem Rechenzentrum zu bekommen, habe ich einfach bei einem Server mit einer Installierten Version 16.04 LTS die Datei /etc/apt/sources.list editiert und alle „xenial“ durch „bionic“ ersetzt.

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# Hetzner APT-Mirror
#
deb http://mirror.hetzner.de/ubuntu/packages  bionic           main restricted universe multiverse
deb http://mirror.hetzner.de/ubuntu/packages  bionic-backports main restricted universe multiverse
deb http://mirror.hetzner.de/ubuntu/packages  bionic-updates   main restricted universe multiverse
deb http://mirror.hetzner.de/ubuntu/security  bionic-security  main restricted universe multiverse
# See http://help.ubuntu.com/community/UpgradeNotes for how to upgrade to
# newer versions of the distribution.
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic main restricted
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial main restricted
 
## Major bug fix updates produced after the final release of the
## distribution.
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic-updates main restricted
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial-updates main restricted
 
## N.B. software from this repository is ENTIRELY UNSUPPORTED by the Ubuntu
## team, and may not be under a free licence. Please satisfy yourself as to
## your rights to use the software. Also, please note that software in
## universe WILL NOT receive any review or updates from the Ubuntu security
## team.
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic universe
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial universe
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic-updates universe
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial-updates universe
 
## N.B. software from this repository is ENTIRELY UNSUPPORTED by the Ubuntu
## team, and may not be under a free licence. Please satisfy yourself as to
## your rights to use the software. Also, please note that software in
## multiverse WILL NOT receive any review or updates from the Ubuntu
## security team.
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic multiverse
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial multiverse
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic-updates multiverse
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial-updates multiverse
 
## N.B. software from this repository may not have been tested as
## extensively as that contained in the main release, although it includes
## newer versions of some applications which may provide useful features.
## Also, please note that software in backports WILL NOT receive any review
## or updates from the Ubuntu security team.
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ bionic-backports main restricted universe multiverse
# deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ xenial-backports main restricted universe multiverse
 
## Uncomment the following two lines to add software from Canonical's
## 'partner' repository.
## This software is not part of Ubuntu, but is offered by Canonical and the
## respective vendors as a service to Ubuntu users.
# deb http://archive.canonical.com/ubuntu xenial partner
# deb-src http://archive.canonical.com/ubuntu xenial partner
 
deb http://security.ubuntu.com/ubuntu bionic-security main restricted
# deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu xenial-security main restricted
deb http://security.ubuntu.com/ubuntu bionic-security universe
# deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu xenial-security universe
deb http://security.ubuntu.com/ubuntu bionic-security multiverse
# deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu xenial-security multiverse

Danach noch ein schnelles Update der lokalen Paketquellen mit dem folgenden Befehl.

sudo apt update

Und und schon konnte ich die Aktualisierung auf Version 18.04 LTS starten.

sudo apt dist-upgrade

Nachdem die Installation durchgelaufen war und ich den Server neu gestartet hatte, begrüßte mich der Login der neuen Ubuntu Version mit „Welcome to Ubuntu Bionic Beave“.

Mein erster Eindruck

Ubuntu hat wie üblich bei der LTS Version keine großen Experimente gewagt und aller Komponenten auf den aktuellen Stand gebracht. Cononical legt den Fokus bei den LTS-Versionen auf die Stabilität. Dies sieht man z. B. an dem X-Server. Als X-Server kommt immer noch der X-Server von x.org zu Einsatz, obwohl Canonical auf den schnelleren und moderneren X-Server Wayland setzt. Auf die Einführung des neuen Wayland wurde bei Ubuntu 18.04 LTS aber noch bewußt verzichtet, da es bei Wayland mit einigen X-Anwndungen noch Probleme gibt.

Alle Kernkomponenten und auf den aktuellen Stand gebracht worden. In der folgenden Tabelle habe ich mal einige Versionen von Kernkomponenten im Vergleich zu der vorherigen LTS-Version 16.04 zusammengefasst, die für mich immer besonders wichtig sind.

Softwarename Version bei 16.04 LTS Version bei 18.04 LTS
gcc (The GNU Compiler Collection) 5.4 7.3
Apache 2.4.18 2.4.29
php 7.0 7.2
perl 5.22.1 5.26.1
python  3.5.2 3.6.5
MariaDB 10.0.34  10.1.29

Fazit

Das neue Ubuntu 18.04 LTS macht einen soliden und stabilen Eindruck. Alle für mich wichtigen Komponenten wurden auf den aktuellen Stand gebracht und es gab für mich keine großen Überraschungen. Einige Geschwindigkeitstests mit Rechenintensiven Aufgaben haben ergeben, dass das neue Ubuntu um ca. 3-5 % schneller geworden ist. Dies dürfte an dem deutlich neueren GCC liegen. Insgesamt hat Canonical also ein etwas neueres, ein etwas umfangreicheres und ein etwas schnelleres LTS an den Start gebracht. Wenn sich das System in der Praxis jetzt noch als stabil erweist, hat Cononical einen guten Job gemacht.

Reha in Bad Wildungen

Als bei mir eine Reha (Rehabilitation) anstand, empfahl mein Arzt mir diese in Bad Wildungen zu machen. Bis dahin hatte ich noch nie etwas von dem Städtchen Bad Wildungen gehört. Ein kurze Recherche im Internet ergab, dass der Ort ein Heilbäderzentrum ist und etwas südlich von Kassel an den Ausläufern des Kellerwalds  in Hessen liegt. Auch die bekannte Edertalsperre liegt in unmittelbarer Nähe.  Somit war meine Neugier geweckt und ich beschloss die Reha in Bad Wildungen zu machen.

 

Während der Reha habe ich mir die nähere Umgebung genauer angesehen und war von der Vielzahl der Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten überrascht. Hier meine Top 3:

Greifvogelschau im Wildtierpark Edersee

Auf dem Hammerberg (ca. 335 m ü. NHN) am Südufer des Edersee liegt der Wildtierpark Edersee. Man hat von dort aus einen wunderschönen Blick auf den Edersee und die  Edertalsperre.

Im Wildtierpark Edersee werden viele der heimischen Tiere und einige andere Tiere in Gehegen gehalten. Mein persönliches Highlight dabei ist die Greifvogelschau, die zwei mal am Tag stattfindet. Bei dieser können Greifvögel (z.B. Falken, einen Uhu und diverse Geier) im Flug bewundert werden. Neben den Tieren aus dem Wildtierpark, beteiligen sich auch diverse wilde Vögel an der Flugshow. Diese haben gelernt, dass es dabei etwas leckeres zu essen gibt und deshalb beteiligen sich immer mehr dieser wilden Vögel.

Flugshow-Bilder in meinem Foto-Blog: http://purrucker.photos/2018/04/02/flugshow-im-wildtierpark-edersee/

Webseite des Tierparks: https://www.wildtierpark-edersee.eu

Edertalsperre

Die Staumauer ist ein beindruckendes Bauwerk welches durch die Preussische Staatsbauverwaltung unter Wilhelm II in den Jahren 1908 bis 1914 erbaut wurde. Der durch Sie aufgestaute Edersee ist nach Volumen drittgrößte Stausee in Deutschland. Nur die Stauseen an der Rurtalsperre und der Bleilochtalsperre sind geringfügig größer. Die Edertalsperre ist 48 Meter Hoch und 400 Meter breit.

Wenn man mit dem Auto kommt, gibt wes auf beiden Seiten der Staumauer einen Parkplatz. Man darf mit dem Auto aber nicht über ie Staumauer fahren. Die kleine Straße auf der Staumauer kann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueret werden.

Wikipedia Seite über den Edersee: https://de.wikipedia.org/wiki/Edersee 

Webseite der Edersee Touristic GmbH mit vielen weiteren Ausflugstipps: http://www.edersee.com

Mittelalterliche Altstadt von Fritzlar

Fritzlar ist eine Kleinstadt im  Schwalm-Eder-Kreis mit gut erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Viele Stadthäuser, insbesondere um den Markt herum, stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert und sind liebevoll restauriert. Das Rathaus ist eines der älteste in Deutschland und wurde bereits im Jahr 1109 urkundlich erwähnte. Zudem gibt es eine an vielen Stellen noch sehr gut erhaltene Stadtmauer mit vielen Wehrtürmen. Einer dieser Wehrtürme (der sogenannte graue Turm) ist mit 37 m Höhe der höchste noch stehende städtische Wachturm in Deutschland. Er beinhaltet inzwischen ein Museum und kann besichtigt werden.

Neben diversen weiteren Museen gibt es viele kleine Restaurants, Kaffees und Läden. Bei meinem Besuch in Fritzlar gab es an jeder Ecke etwas zu entdecken und die Zeit verging wie im Flug. Man sollte für den Besuch dieser interessanten Kleinstadt sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen.

Wikipedia Seite über Fritzlar: https://de.wikipedia.org/wiki/Fritzlar