Aruba Switch mit macOS 12 administrieren

Um von einem Rechner mit macOS 12 über die Konsole einen Aruba Switch zu konfigurieren oder die Firmware zu aktualisieren sind ein paar Kniffe notwendig. Wie zuvor schon für Geräte von Cisco, habe ich mir hier mal die wichtigsten aufgeschrieben. Vielleicht nützen diese ja noch mal jemand anderem, der sie hier findet.

Konfiguration des Aruba Switch über die Konsole

Man kann die meisten Geräte von Aruba über die Konsole konfigurieren. Diese funktioniert über ein mitgeliefertes USB-Kabel auch dann, wenn die Netzwerkkonfiguration nicht funktioniert oder noch nicht vorhanden ist.

Da man auf einem aktuellen Mac einen USB-C Anschluss hat und nur ein USB-A Kabel mitgeliefert wird, benötigt man in der Regel einen Adapter. Wenn man das USB-Kabel an diesem Adapter anschließt, taucht das Cisco Gerät als USB-Gerät im Ordner /dev auf. Mit dem folgenden Befehl kann man den Namen der USB-Gerätes identifizieren:

ls /dev/*usb*

Bei mir heißt das USB-Gerät z.B. “ /dev/tty.usbmodemE69491011611″. Um mit dem Terminal auf diese Konsole zu kommen, muss ich dann nur den folgenden Befehl eingeben:

screen /dev/tty.usbmodemE69491011611 -f 9600,cs8,-parenb,-cstopb,-hupcl

Kopieren von der running-config eines Aruba Switches auf einem Rechner mit macOS 12

Auf die meisten Geräten von Aruba wird das Protokoll sftp unterstützt. Um mit diesem das sftp Protokoll nutzen zu können, muss dieses zunächst ein ssh-key und der Filetransfer damit eingeschaltet werden. Dies geschieht mit den folgenden Befehlen:

crypto key generate ssh rsa
ip ssh filetransfer

Danach kann man die running-config mit dem folgenden Befehl im Terminal des Mac runterladen (wenn das Gerät die IP 192.168.45.61 hat und ein Benutzer admin auf diesem existiert):

scp admin@192.168.45.61:/cfg/running-config .

Kopieren einer Firmware von einem Rechner mit macOS 12 auf ein Aruba Switch

Um die Firmware über sftp zu installieren, muss wie oben beschriebe “ip ssh filetransfer” aktiviert sein. Sofern dies der Fall ist kann man die neuen Firmware mit dem Befehl scp vom Mac aus hochladen. Dazu sollte man zunächst das Secondary Image aktualisieren und booten (Aruba Switche haben in der Regel zwei Firmware Images). Falls das Image nicht funktionieren sollte, kann man dann immer noch das Primar Image booten und hat sich nicht ausgesperrt. Angenommen die Datei mit der Firmware heißt YA_16_11_0002.swi, der Switch hat die IP 192.168.45.61 und es gibt einen Benutzer admin auf diesem, geschieht das Update des Secondary Images mit dem folgenden Befehl:

scp YA_16_11_0002.swi admin@192.168.45.61:/os/secondary

Danach kann man mit dem Befehl “show flash” kontrollieren, ob dies geklappt hat:

Wenn das Update des Secondary Image geklappt hat, booten man dieses:

boot system flash secondary

Wenn sich das Secondary Image starten lässt, kann man dann auch noch das Primary Image aktualisieren. Dies geschieht analog zum vorherigen Update mit nachfolgendem Befehl:

scp YA_16_11_0002.swi admin@192.168.45.61:/os/primary

Auch den Erfolg dieses Kopiervorgangs kann man durch die erneute Eingabe von “show flash” kontrollieren. Danach booten man wieder das Primary Image und ist mit dem Update fertig:

boot system flash primary

Debian: Upgrade von 10 (Buster) auf 11 (Bullseye)

Am 14. August 2021 wurde Debian 11 (Bullseye) veröffentlicht. Dieser Artikel erläutert kurz, was zu tun ist, um ein Upgrade von Version 10 (Buster) auf Version 11 (Bullseye) bei einer bestehenden Installation durchzuführen. Im Prinzip ist das vorgehen dabei seit Jahren gleich. Schon bei dem Upgrade von Version 6.0 (Squeeze) auf Version 7.0 (Wheezy) war das Vorgehen nahezu identisch. Lediglich das aptitude wurde inzwischen durch apt ersetzt.

Datensicherung

Als erstes sollte das bestehende System mit einer Datensicherungssoftware gesichert werden. Dazu kommen eine ganze Reihe von Programmen wie cpio, tar, amanda oder rsnapshot infrage. Nähere Infos zu Backupsoftware unter Linux kann man in meinem Artikel Backup-Software für Linux nachlesen.

Danach sollte eine Liste der Installierten Software-Pakete erstellt werden, damit man im Notfall wieder ein System mit identischer Software installieren kann. Eine Anleitung dazu ist in meinem Artikel Ubuntu/Debian: Die gleiche Software auf einem neuen Computer installieren zu finden.

Einspielung aller Updates für das bestehende Debian

Bevor das eigentliche Upgrade auf die Version 11.0 gemacht wird sollten alle Updates für die alte Version eingespielt werden. Dazu muss zunächst die source-list aktualisiert werden:

sudo apt update

Danach können die Updates installiert werden:

sudo apt upgrade

Anpassen der sources-list

Damit die neuen Pakete gefunden werden, muss in der source-list das Wort buster gegen bullseye getauscht werden. Die source-list befindet sich in der Datei /etc/apt/sources.list. Die Datei sollte nach den Änderungen etwa wie folgt aussehen:

deb http://deb.debian.org/debian/ bullseye main contrib non-free
deb-src http://deb.debian.org/debian/ bullseye-updates main contrib non-free
deb http://security.debian.org/debian-security bullseye-security main
deb-src http://security.debian.org/debian-security bullseye-security main
deb http://ftp.debian.org/debian bullseye-backports main

Upgrade
Nun muss erneut die source-list aktualisiert werden:

sudo apt update

Zum Schluss wird dann der Rest der Pakete aktualisiert:

sudo apt full-upgrade

Während der Aktualisierung der einzelnen Software-Pakete wird dann ab und zu noch die ein oder andere Frage gestellt, bevor der abschließende Neustart fällig wird. Nach dem Neustart ist das Upgrade abgeschlossen.