Campingausrüstung für den Norwegenurlaub

Wie in dem YouTube Video und in unserem Blogbeitrag von unsrem Norwegenurlaub zu sehen ist, kann es dort auch im Sommer sehr nass und kalt sein. Da wir mit Kindern in einem kleinen Bus und mit einem Zelt unterwegs waren, haben wir uns vor dem Urlaub sehr viele Gedanken über die richtige Campingausrüstung für den Norwegenurlaub gemacht. Schließlich kann man den Urlaub nur dann so richtig genießen, wenn man warm und trocken schläft.

Die wichtigsten Komponenten für eine trockene und warme Nachtruhe sind Zelt, Matratze und Schlafsack. Da wir in den vorherigen Urlauben im Wohnwagen, Wohnmobil oder Hotel übernachtet hatten, mussten diese vor dem Urlaub noch angeschafft werden.

In diesem Blog-Beitrag berichte ich über die Ausrüstung, für die wir uns nach unseren Recherchen entschieden haben. Alle hier aufgeführten Artikel wurden von uns ganz normal gekauft und wir werden von keiner Firma dafür bezahlt, dass wir über die Produkte berichten. Ich verlinke den Affiliate-Link von Amazon. Falls Ihr darüber bestellt, bekommen wir einen kleinen Obolus. Wer mag, kann uns damit gerne unterstützen.

Wir haben die ausgewählten Produkte im Schnee bei -2 Grad und im strömenden Regen getestet. Deshalb können wir diese aus eigenen Erfahrungen empfehlen. Die Bilder dazu sind in unseren YouTube Videos zu sehen.

Schlafsack

Bei Schlafsäcken gibt es zwei Kategorien. Die einen sind mit Daunen und die anderen mit Kunstfaser gefüttert. Kunstfaser besitzt den Vorteil auch noch im nassen Zustand zu wärmen. Wird der Daunenschlafsack nass, verklumpen die Daunen und er isoliert so gut wie gar nicht mehr. Außerdem trocknet ein Kunstfaserschlafsack schneller. Dagegen bietet die Daune einen besseren Schlafkomfort, da im Vergleich zur Kunstfaser eine bessere Regulierung der Temperatur stattfindet. Dadurch wird ein deutlich größerer Temperaturbereich als angenehm wahrgenommen.

Da es in Norwegen viel regnet, haben wir uns für das mit Kunststoff gefütterte Model mit dem Namen Cat’s Meow Schlafsack von der Firma The North Face entschieden. Dieser Schlafsack ist schon seit über 20 Jahren auf dem Markt und wird ständig weiter entwickelt. Er ist sehr gut verarbeitet und fühlt sich besonders weich an. Zudem ist er bis -7 Grad geeignet, hat in der Nacht leuchtende Reißverschluss-Anhänger, wiegt gerade einmal 1220 g und hat eine super Gesichtsabdeckung.

Hier der Amazon-Link:

Matratzen

Das Wichtigste bei einer Campingmatratze ist, dass diese gemütlich ist und gut gegen die Bodenkälte isoliert.

Nach einer längeren Recherche und dem Probeliegen auf einigen Matratzen haben wir uns für das selbstaufblasbare Modell Dreamcatcher Single 10 cm von der Firma Outwell entschieden. Diese sich selbst aufblasenden Liegematten von Outwell haben schon einige Auszeichnungen von größeren Campingmagazinen erhalten (z.B. den Editor’s Choice Awards 2017 des Magazins „Camping“ aus Großbritannien) und man findet viele positive Bewertungen.

Auch wir können nach unserem Norwegenurlaub aus eigener Erfahrung bestätigen, dass diese Matratzen besonders gemütlich sind, sich sehr schnell und ohne Blasebalg aufblasen lassen und sehr gut gegen Kälte isolieren.

Zelt

Da wir zu viert gereist sind und nur zwei Personen in dem Dachzelt des kleinen Busses schlafen konnten, benötigten wir ein zusätzliches Zelt für zwei Personen. Dieses Zelt sollte nicht zu schwer, nicht windanfällig und leicht aufzubauen sein.

Für diesen Zweck erschien uns ein Igluzelt am geeignetsten. Um etwas mehr Platz zu haben, entschieden wir uns schlussendlich für das 3-Personen-Zelt Cloud 3 von der Firma Outwell. Der Zelthersteller Outwell ist für sehr stabile, leichte und wasserdichte Zelte mit besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.

Das Zelt Cloud 3 wiegt nur 4,9 kg und kann für den Transport auf die Packmaße 19×60 Zentimeter reduziert werden. Wenn es aufgebaut ist verfügt es dann über die Maße: 330 x 200 x 130 cm. Das Zelt liegt preislich im Mittelfeld. Dafür fanden wir im Netz aber viele Berichte, die das Zelt als sehr wasserdicht beschrieben. Dies können wir nach unserem Urlaub bestätigen.

Mit einem Kleinbus durch Norwegen

Link zu dem VLOG der Reise bei YouTube: Norwegen Roadtrip 2020

Das Jahr 2020 ist das Jahr der „Coronakriese“und somit kein gutes Jahr zum reisen. Die Lage in der Pandemie spitzt sich dermaßen zu, das Deutschland am 15. März die Grenzen schließt und der Flugverkehr weitestgehend eingestellt wird. Für mich ein absolutes Novum. Seit ich lebe, habe ich nicht erlebt, dass ich nicht mehr ins Ausland reisen darf … .

Wir planen die meisten Urlaube bereits im Vorjahr und somit haben wir auch für den Sommer im Jahr 2020 bereits einen Urlaub mit einem Kleinbus in Norwegen geplant und die Fähre ist bereits gebucht. Durch die geschlossenen Grenzen sieht es lange Zeit so aus, als wenn der Norwegenurlaub nichts wird. Wir beschließen erst mal abzuwarten und darauf zu hoffen, das die Grenzen bis zu den Sommerferien wieder geöffnet werden.

Zwei Wochen vor dem geplanten Start glauben wir eigentlich schon nicht mehr daran, dass der Norwegenurlaub wirklich klappt und fangen bereits an Alternativen für den Urlaub zu suchen. Doch 6 Tage vorher öffnet die norwegische Regierung für deutsche Urlauber wieder die Grenzen. Wir können also tatsächlich fahren.

Wir bestücken unseren Kleinbus schnell mit den notwendigen Lebensmitteln und Ausrüstungsgegenständen, um in der norwegischen Wildnis überleben zu können. Zu viert wird das eine enge Angelegenheit. Aber wir sind lange Reisen gewöhnt und freuen uns auf die vielen tollen Eindrücke und Erlebnisse.

1. Etappe: Von Preetz nach Lindesnes (964 km)

Unsere 1. Etappe führt uns von Preetz über den Hafen Hirtshals an der nördlichen Spitze Dänemarks und der Fähre nach Kristiansand im Süden von Norwegen.

Wir starten am 22. Juli. Der Wecker klingelt um 4:00 Uhr in der Früh. Um 5:00 Uhr sitzen wir in dem bis unter das Dach vollgeladenem Auto und lassen den Motor an. Bis zum Mittag müssen wir im dänischen Hirtshals sein, um unsere Fähre nach Norwegen zu erwischen.

Die Überquerungen der Grenzen und die Fährfahrt verlaufen ohne Probleme. Somit kommen wir wie geplant am Nachmittag auf dem norwegischen Festland an. Von dort fahren wir zu einem kleine Campingplatz auf der Halbinsel Lindesnes. Der dortige Leuchtturm steht auf dem südlichsten Punkt des norwegischen Festlandes. Wir laufen zum Sonnenuntergang zu dem Leuchtturm und genießen das Farbenspiel der untergehenden Sonne.

2. Etappe: Von Lindesnes zum Preikestolen (200 km)

Nach einer Nacht auf dem südlichsten Campingplatz Norwegens führt unsere 2. Etappe über 200 km durch die südlichen Ausläufer der norwegischen Berge bis an den Lysefjord. Dort wandern wir am nächsten Tag eine Strecke von fast 5 km und 500 Höhenmetern hinauf zum Preikestolen und wieder zurück. Der Preikestolen ist ein 600 Meter hoher in den Fjord ragender Felsvorsprung mit einer gigantischen Aussicht über den Fjord. 

Da uns die fast 5 Stunden lange Wanderung zum Preikestolen einiges abverlangt, lassen wir es am nächsten Tag mit einer Kanutour im Fjord etwas ruhiger angehen.

3. Etappe: Vom Preikestolen nach Bergen (354 km)

Nach dem Preikestolen führt unsere nächste Etappe nach Bergen. Eine Länge von gerade mal 345 km lässt diese Etappe vergleichsweise kurz aussehen. Allerdings müssen wir auch fast 4.000 Höhenmeter auf kleinen und kurvigen Straßen bewältigen und drei Fähren über Fjorde nehmen. Wir starten deshalb gleich Morgens. Eine gute Entscheidung, da wir bis zum Ziel tatsächlich über 12 Stunden benötigen werden.
Kaum sitzen wir im Auto, fängt es auch schon an zu regnen. Die Sicht bleibt trotzdem relativ gut. Somit fahren wir an endlosen imposanten Fjordlandschaften und riesigen Bergen vorbei, während sich bedrohliche Wolkenberge über und hinweg ziehen.
Als wir am späten Abend Bergen erreichen, regnet es noch immer. Wir bauen unsere Zelte im strömenden Regen auf und legen uns schlafen. 

Etappe 4: Von Bergen zum Geirangerfjord (332 km)

Nach 24 Stunden Dauerregen sind wir völlig durchgefroren und treten die Flucht in Richtung des Geirangerfjord an. Der Wetterbericht hat dort besseres Wetter versprochen.
Zum Glück behält der Wetterbericht recht und am Geirangerfjord verbringen wir eine tolle Woche voller Sonnenschein, Wanderungen zu Wasserfällen, Motorbootfahren und Angeln. Simon fängt mit der Angel einen riesigen Köhler. Diesen backen wir in Salzkruste und verspeisen ihn zum Abendessen. Eine tolle Woche zum entspannen in grandioser Landschaft mit vielen Abenteuern. Vor allem die Sonnenuntergänge über den großen Bergen und das rauschen des Wasserfalls neben unserem Zelt sind genial.

Etappe 5: Heimweg (1.200 km)

Nach der Woche am Geirangerfjord geht es wieder auf den Heimweg. Kurz vor Kristiansand übernachten wir ein letztes mal in Norwegen, bevor wir wieder die Fähre Richtung Dänemark besteigen. Am Abend des nächsten Tages kommen wir zuhause an. Somit haben wir haben wir die kompletten 1.200 km des Rückweges innerhalb von nur zwei Tagen bewältig. 

Weitere Informationen zu unserer Norwegenreise