1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank)

Nachdem man sich eine 1-wire Wetterstation nach dem Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation) gebaut hat, ist es sinnvoll die gesammelten Daten in einer Datenbank zu speichern. Dazu habe ich mir eine MySQL-Datenbank angelegt.

mysql -u root -p
CREATE DATABASE wetterstation;
quit

In der Datenbank wird danach noch eine Tabelle für die Werte der 1-wire Sensoren benötigt. Da ich pro Minute einen Wert festhalten will habe ich diese daten_min genannt.

mysql -u root -p
connect wetterstation; 
CREATE TABLE daten_min ( 
zeitstempel int UNSIGNED, 
temp_clara FLOAT(7,4) NOT NULL, 
humidity_clara FLOAT(7,4) NOT NULL, 
temp_simon FLOAT(7,4) NOT NULL, 
humidity_simon FLOAT(7,4) NOT NULL, 
PRIMARY KEY (`zeitstempel`));
quit

Zum Schluss habe ich mir dann noch ein PHP-Programm geschrieben, dass die Werte der Sensoren abfragt und in die Tabelle schreibt. Dieses habe ich in der Datei /usr/local/sbin/datensammeln.php gespeichert.


Damit man php in der Shell laufen lassen kann wird übrigens das Paket php5-cli benötigt. Dieses kann man mit dem folgenden Befehl installieren

apt-get install php-cli

Zum Schluss habe ich einen Cronjob angelegt, der alle 60 Sekunden das PHP-Script ausführt.

1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation)

In letzter Zeit wurde in den Medien vermehrt über den 1-wire Bus berichtet. Er bietet Kabellängen von bis zu 800 Metern und es gibt günstige Sensoren, die über den Bus mit Strom versorgt werden. Darüber hinaus kann man die Sensoren sowohl sternförmig als auch in einer Reihe anschließen. Höchste Zeit also, um mir den Bus mal näher anzusehen. Also beschloss ich mit meiner Tochter eine Wetterstation auf Basis des 1-wire Bus zu bauen. In der ersten Ausbaustufe haben wir uns dabei auf Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren beschränkt. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann weitere Sensoren folgen.

Als Hardwareplattform haben wir eine AMD Geode LX CPU und ein ALIX-Board verwendet, da uns der geringe Stromverbrauch und Preis überzeugten. Die Hardware hat insgesamt 249,69- € gekostet und der Stromverbrauch liegt bei unter 5 Watt.

LieferantHersteller/ModelPreis
AmazonMainboard ALIX.1D, Bundle (Board, Netzteil,
CF, Gehäuse)
113,58- €
www.fuchs-shop.com1-Wire Verteiler 8-fach17,90- €
www.fuchs-shop.comLinkUSB27,90- €
www.fuchs-shop.comMS-TH51,90- €
www.fuchs-shop.comPatchkabel 10m2,00- €

Als Softwareplattform haben wir ein Ubuntu Linux 10.04 Server verwendet, welches wir „minimal“ als „LAMP-Server“ (Linux, Apache, MySQL und PHP) installiert haben. Weitere Informationen über ALIX und Ubuntu findet man auf den Webseiten http://wiki.ubuntuusers.de/Alix und https://help.ubuntu.com/community/1wireSoftware.

Installation von Ubuntu
Zunächst haben wir Ubuntu 10.04 Server wie auf der Webseite http://wiki.ubuntuusers.de/Alix beschrieben installiert. Nach der „minimalen“ Installation mussten noch einige Softwarepakete nachinstalliert werden.

sudo apt-get install autoconf
sudo apt-get install automake
sudo apt-get install libtool
sudo apt-get install libfuse-dev
sudo apt-get install libusb-dev
sudo apt-get install libusb++-dev
sudo apt-get install swig
sudo apt-get install php5
sudo apt-get install php5-dev
sudo apt-get install python-dev
sudo apt-get install libperl-dev
sudo apt-get install tcl-dev

Danach haben wir die neuste Version des OWFS von der Webseite http://sourceforge.net/projects/owfs/files/ herunter geladen und kompiliert (man könnte natürlich auch ein Paket bauen). Dazu haben wir einfach das Archiv das wir herunter geladen haben entpackt und sind in das Verzeichnis owfs gewechselt. Danach braucht man nur die folgen befehle anwenden.

./bootstrap
./configure
make
sudo make install
modprobe fuse

Danach haben wir die Sensoren angeschlossen, ein Verzeichnis angelegt und das owfs gemountet.

mkdir /var/1wire
/opt/owfs/bin/owfs --link=/dev/ttyUSB0 -p 4304 /var/1wire

Danach sind die Sensoren einsatzbereit. In dem Verzeichnis /var/1wire findet man jetzt für jeden Sensor ein Unterverzeichnis das die ID-Nummer des Sensors als Namen trägt. Das könnte z.B. 26.7ECCCF000000 sein. In diesem Verzeichnis findet man wiederum die einzelnen Daten des Sensors. Bei einem Temperatursensor findet man die Temperatur dann z.B. in der Datei /var/1wire/26.7ECCCF000000/temperature.

Fortsetzung im Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank).