Bau eines Gaming PC

Da meine PC’s alle eher für die Büroarbeit ausgelegt sind und einige Spiele wie Minecraft besser auf einem PC als auf einer Spielekonsole zu spielen sind, wünschte Simon sich schon länger einen Gaming PC. Ein Wunsch, mit dem er bei mir natürlich offene Türen einrannte. Ich kann mich schließlich noch gut an meine Jugend erinnern, in welcher ich selber PC’s für Spiele zusammengebaut habe. Vieles meines Wissens über Computer kommt noch aus dieser Zeit.

Wie bekommt Simon seinen Gaming PC?

Nach einiger Überlegung entstand der folgende Plan. Ich helfe Simon die richtigen Teile rauszusuchen und er baut diesen PC selber zusammen, um etwas über Computer zu lernen.

Es gibt im Internet diverse Anleitungen für den Bau von Gaming PC und auch diverse Videos darüber sind zu finden. Somit ist es für einen ITler wie mich nicht sonderlich schwierig, die richtigen Teile zusammen zu suchen und zu bestellen. Bei der Auswahl der Teile waren mir folgenden Punkte wichtig:

  • Möglichst günstige Anschaffungskosten
  • Geringe Lautstärke
  • Aktuelle Spiele sollen in bei einer FullHD Auflösung mit allen Details laufen
  • Geringer Stromverbrauch für die Leistung
  • USB-C Anschluss, damit er für die zukünftigen Endgeräte gerüstet eist.

Welche Bauteile?

Meine Wahl viel auf ein Mainboard mit AMD Ryzen CPU und B550 Chipsatz. Mainboards mit diesen neuen Mittelklasse Chipsatz sind wesentlich günstiger, als die Highend Mainboards mit dem X570 Chipsatz. Im Gegensatz zu den älteren Chipsätzen B450 und X470, beherrscht der B550 Chipsatz PCIe 4.0 Lanes. Diese ermöglicht den besonders schnellen Betrieb von M2 SSDs und USB 3.2 Gen2 Ports. Als Grafikkarte habe ich mich für eine Sapphire Pulse Radeon RX 5500XT 8GB GDDR6 entschieden. Der neue bereits in 7-nm-Fertigung hergestellt Chip dieser Grafikkarte ermöglicht die Darstellung aller Details bei FullHD in aktuellen Spielen und verbraucht vergleichsweise wenig Strom.

Liste der Bauteile

ArtModellbezeichnung und Amazon-LinkPreis im November 2020
MainboardGigabyte B550M AORUS PRO-P 110,59- €
GrafikkarteSapphire Pulse Radeon RX 5500XT 8GB GDDR6205,40- €
CPUAMD Ryzen 3 3100, 4x 3.60GHz, boxed 102,99- €
CPU KühlerAlpenföhn Ben Nevis Advanced 25,99- €
GehäuseAerocool AEROONEMINI, Micro ATX PC-Gehäuse48,57- €
HauptspeicherCrucial Ballistix DDR4-3200 16GB K2 RT 69,11- €
SSDKingston A2000 M.2 2280 1TB104,90- €
Netzteilbe quiet! System Power 9 400W ATX 2.4 39,90- €
Summe:707,45- €

Der Gaming PC wird zusammengebaut

Nachdem die Teile geliefert wurden, haben Simon und ich uns ein Wochenende Zeit genommen, um den PC zusammenzubauen. Wie dies funktioniert hat, habe ich in dem folgenden Video festgehalten.

Fazit

Es war ein spannendes Vater-Sohn-Projekt, bei welchem ich mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt fühlte. Wir hatten einen riesigen Spaß. Zudem war es interessant zu sehen, was diese günstigen Gaming PC’s in der heutigen Zeit alles leisten können. Da hat sich in letzter Zeit sehr viel getan.

1-wire Wetterstation (Teil 3: Anzeige)

Nachdem man sich eine 1-wire Wetterstation nach dem Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation) gebaut und die Daten wie im Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank) beschrieben in einer MySQL Tabelle speichert möchte man die gesammelten Werte natürlich auch angezeigt bekommen.

Um möglichst einfach die gemessenen Werte der Wetterstation in einer Webseite anzuzeigen, habe ich die jpgraph verwendet. Diese Software darf für private Zwecke kostenlos verwendet werden. Da sie ansonsten Geld kostet ist sie nicht im Repository zu finden. Man kann sie aber unter der URL http://jpgraph.net/download runterladen. Ich habe mir von dort die aktuelle Version 3.07 geholt und in das Verzeichnis /usr/share/jpgraph3 entpackt. Danach benötigt man noch das Paket php5-gd. Diese ist im Repository enthalten und kann mit dem folgenden Befehl installiert werden.

apt-get install php5-gd

Um aus den gesammelten Wetterdaten eine Grafik mit den Werten des letzten Tages erstellen zu lassen, habe ich das Verzeichnis /var/www/grafiken angelegt und das folgenden PHP-Programm geschrieben, welches die Grafiken aus erzeugt.

Anschließend habe ich zum anzeigen der Grafiken die folgende, einfache HTML-Seite geschrieben und in das Verzeichnis /var/www gelegt.

Das Ergebnis sieht dann ungefähr so aus:

1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank)

Nachdem man sich eine 1-wire Wetterstation nach dem Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation) gebaut hat, ist es sinnvoll die gesammelten Daten in einer Datenbank zu speichern. Dazu habe ich mir eine MySQL-Datenbank angelegt.

mysql -u root -p
CREATE DATABASE wetterstation;
quit

In der Datenbank wird danach noch eine Tabelle für die Werte der 1-wire Sensoren benötigt. Da ich pro Minute einen Wert festhalten will habe ich diese daten_min genannt.

mysql -u root -p
connect wetterstation; 
CREATE TABLE daten_min ( 
zeitstempel int UNSIGNED, 
temp_clara FLOAT(7,4) NOT NULL, 
humidity_clara FLOAT(7,4) NOT NULL, 
temp_simon FLOAT(7,4) NOT NULL, 
humidity_simon FLOAT(7,4) NOT NULL, 
PRIMARY KEY (`zeitstempel`));
quit

Zum Schluss habe ich mir dann noch ein PHP-Programm geschrieben, dass die Werte der Sensoren abfragt und in die Tabelle schreibt. Dieses habe ich in der Datei /usr/local/sbin/datensammeln.php gespeichert.


Damit man php in der Shell laufen lassen kann wird übrigens das Paket php5-cli benötigt. Dieses kann man mit dem folgenden Befehl installieren

apt-get install php-cli

Zum Schluss habe ich einen Cronjob angelegt, der alle 60 Sekunden das PHP-Script ausführt.

1-wire Wetterstation (Teil 1: Installation)

In letzter Zeit wurde in den Medien vermehrt über den 1-wire Bus berichtet. Er bietet Kabellängen von bis zu 800 Metern und es gibt günstige Sensoren, die über den Bus mit Strom versorgt werden. Darüber hinaus kann man die Sensoren sowohl sternförmig als auch in einer Reihe anschließen. Höchste Zeit also, um mir den Bus mal näher anzusehen. Also beschloss ich mit meiner Tochter eine Wetterstation auf Basis des 1-wire Bus zu bauen. In der ersten Ausbaustufe haben wir uns dabei auf Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren beschränkt. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann weitere Sensoren folgen.

Als Hardwareplattform haben wir eine AMD Geode LX CPU und ein ALIX-Board verwendet, da uns der geringe Stromverbrauch und Preis überzeugten. Die Hardware hat insgesamt 249,69- € gekostet und der Stromverbrauch liegt bei unter 5 Watt.

LieferantHersteller/ModelPreis
AmazonMainboard ALIX.1D, Bundle (Board, Netzteil,
CF, Gehäuse)
113,58- €
www.fuchs-shop.com1-Wire Verteiler 8-fach17,90- €
www.fuchs-shop.comLinkUSB27,90- €
www.fuchs-shop.comMS-TH51,90- €
www.fuchs-shop.comPatchkabel 10m2,00- €

Als Softwareplattform haben wir ein Ubuntu Linux 10.04 Server verwendet, welches wir „minimal“ als „LAMP-Server“ (Linux, Apache, MySQL und PHP) installiert haben. Weitere Informationen über ALIX und Ubuntu findet man auf den Webseiten http://wiki.ubuntuusers.de/Alix und https://help.ubuntu.com/community/1wireSoftware.

Installation von Ubuntu
Zunächst haben wir Ubuntu 10.04 Server wie auf der Webseite http://wiki.ubuntuusers.de/Alix beschrieben installiert. Nach der „minimalen“ Installation mussten noch einige Softwarepakete nachinstalliert werden.

sudo apt-get install autoconf
sudo apt-get install automake
sudo apt-get install libtool
sudo apt-get install libfuse-dev
sudo apt-get install libusb-dev
sudo apt-get install libusb++-dev
sudo apt-get install swig
sudo apt-get install php5
sudo apt-get install php5-dev
sudo apt-get install python-dev
sudo apt-get install libperl-dev
sudo apt-get install tcl-dev

Danach haben wir die neuste Version des OWFS von der Webseite http://sourceforge.net/projects/owfs/files/ herunter geladen und kompiliert (man könnte natürlich auch ein Paket bauen). Dazu haben wir einfach das Archiv das wir herunter geladen haben entpackt und sind in das Verzeichnis owfs gewechselt. Danach braucht man nur die folgen befehle anwenden.

./bootstrap
./configure
make
sudo make install
modprobe fuse

Danach haben wir die Sensoren angeschlossen, ein Verzeichnis angelegt und das owfs gemountet.

mkdir /var/1wire
/opt/owfs/bin/owfs --link=/dev/ttyUSB0 -p 4304 /var/1wire

Danach sind die Sensoren einsatzbereit. In dem Verzeichnis /var/1wire findet man jetzt für jeden Sensor ein Unterverzeichnis das die ID-Nummer des Sensors als Namen trägt. Das könnte z.B. 26.7ECCCF000000 sein. In diesem Verzeichnis findet man wiederum die einzelnen Daten des Sensors. Bei einem Temperatursensor findet man die Temperatur dann z.B. in der Datei /var/1wire/26.7ECCCF000000/temperature.

Fortsetzung im Artikel 1-wire Wetterstation (Teil 2: Datenbank).