Debian: Upgrade von 6.0 (Squeeze) auf 7.0 (Wheezy)

Ein Upgrade eines Debian Systems von Version 6.0 (Squeeze) auf Version 7.0 (Wheezy) ist so simpel geblieben wie das vorherige Upgrade. Ich habe das Upgrade für diverse Server wie folgt durchgeführt.

Datensicherung
Als erstes sollte das bestehende System mit einer Datensicherungssoftware gesichert werden. Dazu kommen eine ganze Reihe von Programmen wie cpio, tar, amanda oder rsnapshot infrage. Nähere Infos zu Backupsoftware unter Linux kann man in meinem Artikel Backup-Software für Linux nachlesen.

Danach sollte eine Liste der Installierten Software-Pakete erstellt werden, damit man im Notfall wieder ein System mit identischer Software installieren kann. Eine Anleitung dazu ist in meinem Artikel Ubuntu/Debian: Die gleiche Software auf einem neuen Computer installieren zu finden.

Einspielung aller Updates für das bestehende Debian
Bevor das eigentliche Upgrade auf die Version 6.0 gemacht wird sollten alle Updates für die alte Version eingespielt werden. Dazu muss zunächst die source-list aktualisiert werden:

aptitude update

Danach können die Updates installiert werden:

aptitude upgrade

Anpassen der sources-list
Damit die neuen Pakete gefunden werden, muss in der source-list das Wort lenny gegen squeeze getauschen werden. Die source-list befindet sich in der Datei /etc/apt/sources.list. Die Datei sollte nach den Änderungen etwa wie folgt aussehen:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ wheezy main
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ wheezy contrib
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ wheezy non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ wheezy main
 
# Security-Updates
deb http://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib
deb-src http://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib

Upgrade
Nun muss erneut die source-list aktualisiert werden:

aptitude update

Danach werden zuerst die Update-Werkzeuge aktualisiert:

aptitude install apt dpkg aptitude

Zum Schluss wird dann der Rest der Pakete aktualisiert:

aptitude full-upgrade

Während der Aktualisierung der einzelnen Software-Pakete wird dann ab und zu noch die ein oder andere Frage gestellt, bevor der abschließende Neustart fällig wird. Nach dem Neustart ist das Upgrade abgeschlossen.

(SP1)-Installationsfehler: 0x800F0A13 bei der Installation des SP1 für Windows 2008R2

Ich bin extra am Wochenende in die Firma gefahren, um eine Datensicherung eines Windows 2008R2 Servers zu machen und das ServicePack 1 zu installieren. Leider stieg die Installation gleich am Anfang mit folgender Meldung aus:

(SP1)-Installationsfehler: 0x800F0A13

Laut Microsoft Hilfe und Support kann der Fehler durch folgenden, vier Gründe verursacht werden, die bei mir aber nicht zutrafen:

  1. Während des Setup wird die Systempartition nicht automatisch eingebunden bzw. für Windows zugänglich gemacht.
  2. Die Festplatte, auf der sich die Systempartition befindet, wurde vor der Installation von SP1 entfernt.
  3. Windows wird in einem Storage Area Network (SAN) ausgeführt, und der Zugriff auf die Systempartition wurde deaktiviert.
  4. Ein Tool zur Datenträgerverwaltung eines anderen Softwarehersteller wurde zum Kopieren (oder Klonen) des Datenträgers oder der Partition verwendet, auf dem bzw. der SP1 installiert werden soll.

Nachdem ich Google befragt habe, bin ich aber auch auf einen Post im Technet-Blog von joscon gestoßen, der empfahl zuerst das Systemupdate-Vorbereitungstool auszuführen. Falls die Installation danach immer noch nicht funktioniert, gibt es dort auch noch einige andere Lösungsvorschläge. Jedoch keiner dieser Vorschläge hat geholfen.

Die Lösung brachte letztendlich ein Heise Artikel. Nachdem ich wie in den Artikel beschrieben die aktive Partition gesetzt hatte und den Server neu gebootet hatte, funktionierte die Installation des ServicePacks.

Update:
Bei einem anderen Windows 2008R2 Server lief die Installation erst, nachdem ich der vom System reservierten 100 MB Partition einen Laufwerksbuchstaben gegeben hatte. Dazu wurde im Technet Forum geraten.