Bau eines Gaming PC

Da meine PC’s alle eher für die Büroarbeit ausgelegt sind und einige Spiele wie Minecraft besser auf einem PC als auf einer Spielekonsole zu spielen sind, wünschte Simon sich schon länger einen Gaming PC. Ein Wunsch, mit dem er bei mir natürlich offene Türen einrannte. Ich kann mich schließlich noch gut an meine Jugend erinnern, in welcher ich selber PC’s für Spiele zusammengebaut habe. Vieles meines Wissens über Computer kommt noch aus dieser Zeit.

Wie bekommt Simon seinen Gaming PC?

Nach einiger Überlegung entstand der folgende Plan. Ich helfe Simon die richtigen Teile rauszusuchen und er baut diesen PC selber zusammen, um etwas über Computer zu lernen.

Es gibt im Internet diverse Anleitungen für den Bau von Gaming PC und auch diverse Videos darüber sind zu finden. Somit ist es für einen ITler wie mich nicht sonderlich schwierig, die richtigen Teile zusammen zu suchen und zu bestellen. Bei der Auswahl der Teile waren mir folgenden Punkte wichtig:

  • Möglichst günstige Anschaffungskosten
  • Geringe Lautstärke
  • Aktuelle Spiele sollen in bei einer FullHD Auflösung mit allen Details laufen
  • Geringer Stromverbrauch für die Leistung
  • USB-C Anschluss, damit er für die zukünftigen Endgeräte gerüstet eist.

Welche Bauteile?

Meine Wahl viel auf ein Mainboard mit AMD Ryzen CPU und B550 Chipsatz. Mainboards mit diesen neuen Mittelklasse Chipsatz sind wesentlich günstiger, als die Highend Mainboards mit dem X570 Chipsatz. Im Gegensatz zu den älteren Chipsätzen B450 und X470, beherrscht der B550 Chipsatz PCIe 4.0 Lanes. Diese ermöglicht den besonders schnellen Betrieb von M2 SSDs und USB 3.2 Gen2 Ports. Als Grafikkarte habe ich mich für eine Sapphire Pulse Radeon RX 5500XT 8GB GDDR6 entschieden. Der neue bereits in 7-nm-Fertigung hergestellt Chip dieser Grafikkarte ermöglicht die Darstellung aller Details bei FullHD in aktuellen Spielen und verbraucht vergleichsweise wenig Strom.

Liste der Bauteile

ArtModellbezeichnung und Amazon-LinkPreis im November 2020
MainboardGigabyte B550M AORUS PRO-P 110,59- €
GrafikkarteSapphire Pulse Radeon RX 5500XT 8GB GDDR6205,40- €
CPUAMD Ryzen 3 3100, 4x 3.60GHz, boxed 102,99- €
CPU KühlerAlpenföhn Ben Nevis Advanced 25,99- €
GehäuseAerocool AEROONEMINI, Micro ATX PC-Gehäuse48,57- €
HauptspeicherCrucial Ballistix DDR4-3200 16GB K2 RT 69,11- €
SSDKingston A2000 M.2 2280 1TB104,90- €
Netzteilbe quiet! System Power 9 400W ATX 2.4 39,90- €
Summe:707,45- €

Der Gaming PC wird zusammengebaut

Nachdem die Teile geliefert wurden, haben Simon und ich uns ein Wochenende Zeit genommen, um den PC zusammenzubauen. Wie dies funktioniert hat, habe ich in dem folgenden Video festgehalten.

Fazit

Es war ein spannendes Vater-Sohn-Projekt, bei welchem ich mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt fühlte. Wir hatten einen riesigen Spaß. Zudem war es interessant zu sehen, was diese günstigen Gaming PC’s in der heutigen Zeit alles leisten können. Da hat sich in letzter Zeit sehr viel getan.

Was bedeutet die Kennzeichnung A1 und A2 auf SD-Karten?

Beim tausch von microSD Karten habe ich entdeckt, dass die neueren Karten anstelle der Kannzeichnung A1 jetzt die Kennzeichnung A2 tragen, obwohl die UHS-Klasse U3 und somit die selbe ist. Die UHS Klasse U3 steht für mindestens 30 MB pro Sekunde und war mir bekannt, aber für was steht A1 und A2?

Eine Recherche im Internet zeigte mir, dass A1 und A2 ein Kennzeichen für die App Performance Klasse ist. Diese kennzeichnet die IOPS, die eine SD Karte schafft. IOPS steht für Input/Output operations Per Second und meint somit die zufälligen Lese- bzw. Schreiboperationen pro Sekunde, welche die SD Karte durchführen kann. Konkret müssen die Katen für A1 und A2 die folgenden IOPS können:

App Performance ClassMinimum bei zufälligem LesenMinimum bei zufälligem Schreiben
A11500 IOPS500 IOPS
A24000 IOPS2000 IOPS

Eine SD-Karte mit der App Performance Klasse A2 schafft somit im Minimum mehr als doppelt so viele Lese- und vier mal so viele Schreiboperationen bei einer durchschnittlichen Nutzung. Dies ist für Anwendungen die viel auf der Karte lesen und schreiben natürlich ein deutlicher Vorteil. Zudem kosten SD-Karten der App Performance Klasse A2 inzwischen kaum mehr. Ich werde zukünftig also immer darauf achten und möglichst welche mit A2 nehmen. Der Klassiker einer Micro SD-Karte mit A2 für 4k Videoaufnahmen mit Aktioncams, Drohnen usw. ist hier natürlich die SanDisk Extreme microSDXC UHS-I Speicherkarte. Den Amazon-Link mit den aktuellen Preisen von dieser und ihren kleinen Bruder der SanDisk Ultra mit A1 verlinke ich im folgenden mal. Aktuell ist der Preisunterschied gerade mal ein Euro, aber das kann sich ja immer schnell ändern.

Tausch einer defekten Festplatte in einer Synology NAS

Wie so häufig in letzter Zeit, saß ich diese Woche im Homeoffice und arbeitete vor mich hin. Plötzlich ertönte ein lauter Signalton. Ich war zunächst erschrocken und stellte dann fest, das dieser von meinem NAS (Network Attached Storage) kam. Mein NAS ist eine Disk Station DS416play von der Firma Synology, die ich vor drei Jahren gekauft habe. Dies ist ein NAS mit 4 Festplatten, dass genug Performance für das Abspielen eines 4k Videos bietet. Es gibt von Synology aber auch noch diverse andere Disk Stations, die sich alle ähnlich bedienen lassen. Hier mal ein Link zu einigen Modellen bei Amazon.

Ein Blick auf den DSM (DiskStation Manager) meiner Disk Station zeigte mir, dass eine der vier Festplatten des Gerätes ausgefallen ist.

Zum Glück habe ich auf der Disk Station ein SHR eingerichtet. SHR ist die Abkürzung für „Synology Hybrid RAID“ und ist ein spezielles, von der Firma Synology entwickeltes RAID (redundant array of independent disks). SHR speichert die Daten redundant. Bei dem Ausfall einer Platte kann diese somit ohne Datenverlust ersetzt werden. Zudem bietet SHR im Gegensatz zu herkömmlichen RAID-Systemen die Möglichkeit Platten mit unterschiedlicher Größe zu verbauen.

Da meine Disk Station schon recht voll ist, habe ich mir nicht nur eine neue, sondern auch gleich eine größere Festplatte gekauft. Diese habe ich dann während dem laufenden Betrieb einfach in die Disk Station eingebaut und hinterher im Speicher-Manager des DSM hinzugefügt. Da es bereits die zweite größere Platte in dem NAS war, wurde hinterher der verfügbare Speicher größer. Einer der Vorteile von SHR ist, dass man durch den nachträglichen Einbau von mindestens zwei größeren Platten automatisch den Speicherplatz erhöht (Da die Daten redundant gespeichert werden, müssen mindesten zwei Platten größer sein). Das ganze hat problemlos funktioniert und ich habe jetzt eine instand gesetzte und größere NAS. Mein Fazit: SHR von Synology funktioniert und ist eine super Sache!

Die einzelnen Schritte für die Einbindung der Platte habe ich auch ein einem YouTube Video festgehalten, welches ich hier auch mal verlinke.

Meinen Testbericht zu der DS416play findet ihr in diesem Blog-Artikel: Test einer Synology DS416play mit DSM 6.1

Die Schusteracht in Preetz

Wer uns kennt weiß, dass wir gerne und viel in der Welt unterwegs sind. Wir reisen unglaublich gerne und interessieren uns für andere Länder und Kulturen. Leider ist durch Corona aktuell nicht die Zeit zum reisen. Deshalb sind wir diesen Herbst zuhause geblieben. Dennoch hatten wir Lust auf einen Blog Artikel und einen V-Log über das Reisen. Deshalb sind wir die letzten beiden Wochenenden rausgegangen und waren auf unser Hausrunde der Schusteracht in Preetz mit Fahrrädern und Pferden unterwegs. Dabei ist ein Video und dieser Artikel über das Reiten und Mountainbike fahren auf derSchusteracht entstanden. Wir hoffen das es Euch gefällt und motiviert mal in dem schönen Preetz vorbeizuschauen um eine Runde auf der Schusteracht zu fahren, zu reiten oder zu wandern. 

Was ist die Schusteracht?

Die Schusteracht ist ein ca. 74 km langer, in Form einer „Acht“ verlaufender Rad-, Wander- und Reitweg, die zwischen Preetz und Schwentinental liegt. Wenn man möchte, kann man am nördlichen Ende dieser Runde auch noch einen zusätzlichen Schlenker fahren, der die Strecke noch mal um 8 km verlängert. Der Nördliche Rundkurs dieser „Acht“ wird Nordschleife und der südliche Rundkurs wird Südschleife genannt. Beide Rundkurse starten bzw. enden auf dem Preetzer Marktplatz.
Die Nordschleife ist sehr interessant für Mountainbiker. Sie hat insgesamt deutlich mehr als 220 Höhenmeter und viele Singletrails. Das sind Eigenschaften, die in dem platten Schleswig-Holstein durchaus bemerkenswert sind.
Die Südschleife ist sehr beliebt bei Reitern. Sie führt durch sehr dünn besiedelte Gebiete, über breite und oftmals nicht geteerte Wege und es gibt am Lanker See in der Nähe des Gutes Wahlstorf eine Badestelle für Pferde.

Link zu unserem V-LOG über die Schusteracht

https://youtu.be/IA9WGxGuOfc

Link zu der Webseite des Vereins Schusteracht

Dieser Verein hat die Schusteracht entwickelt und hält diese instand.
Webseite des Vereins Schusteracht e. V.: https://www.schusteracht.de

Meine Variante von der Schusteracht Nordscheife bei Google Maps

Ich fahre die Schusteracht immer etwas anders, da es für mich leichter ist vom Schützenplatz aus zu starten.

Mit einem Kleinbus durch Norwegen

Link zu dem VLOG der Reise bei YouTube: Norwegen Roadtrip 2020

Das Jahr 2020 ist das Jahr der „Coronakriese“und somit kein gutes Jahr zum reisen. Die Lage in der Pandemie spitzt sich dermaßen zu, das Deutschland am 15. März die Grenzen schließt und der Flugverkehr weitestgehend eingestellt wird. Für mich ein absolutes Novum. Seit ich lebe, habe ich nicht erlebt, dass ich nicht mehr ins Ausland reisen darf … .

Wir planen die meisten Urlaube bereits im Vorjahr und somit haben wir auch für den Sommer im Jahr 2020 bereits einen Urlaub mit einem Kleinbus in Norwegen geplant und die Fähre ist bereits gebucht. Durch die geschlossenen Grenzen sieht es lange Zeit so aus, als wenn der Norwegenurlaub nichts wird. Wir beschließen erst mal abzuwarten und darauf zu hoffen, das die Grenzen bis zu den Sommerferien wieder geöffnet werden.

Zwei Wochen vor dem geplanten Start glauben wir eigentlich schon nicht mehr daran, dass der Norwegenurlaub wirklich klappt und fangen bereits an Alternativen für den Urlaub zu suchen. Doch 6 Tage vorher öffnet die norwegische Regierung für deutsche Urlauber wieder die Grenzen. Wir können also tatsächlich fahren.

Wir bestücken unseren Kleinbus schnell mit den notwendigen Lebensmitteln und Ausrüstungsgegenständen, um in der norwegischen Wildnis überleben zu können. Zu viert wird das eine enge Angelegenheit. Aber wir sind lange Reisen gewöhnt und freuen uns auf die vielen tollen Eindrücke und Erlebnisse.

1. Etappe: Von Preetz nach Lindesnes (964 km)

Unsere 1. Etappe führt uns von Preetz über den Hafen Hirtshals an der nördlichen Spitze Dänemarks und der Fähre nach Kristiansand im Süden von Norwegen.

Wir starten am 22. Juli. Der Wecker klingelt um 4:00 Uhr in der Früh. Um 5:00 Uhr sitzen wir in dem bis unter das Dach vollgeladenem Auto und lassen den Motor an. Bis zum Mittag müssen wir im dänischen Hirtshals sein, um unsere Fähre nach Norwegen zu erwischen.

Die Überquerungen der Grenzen und die Fährfahrt verlaufen ohne Probleme. Somit kommen wir wie geplant am Nachmittag auf dem norwegischen Festland an. Von dort fahren wir zu einem kleine Campingplatz auf der Halbinsel Lindesnes. Der dortige Leuchtturm steht auf dem südlichsten Punkt des norwegischen Festlandes. Wir laufen zum Sonnenuntergang zu dem Leuchtturm und genießen das Farbenspiel der untergehenden Sonne.

2. Etappe: Von Lindesnes zum Preikestolen (200 km)

Nach einer Nacht auf dem südlichsten Campingplatz Norwegens führt unsere 2. Etappe über 200 km durch die südlichen Ausläufer der norwegischen Berge bis an den Lysefjord. Dort wandern wir am nächsten Tag eine Strecke von fast 5 km und 500 Höhenmetern hinauf zum Preikestolen und wieder zurück. Der Preikestolen ist ein 600 Meter hoher in den Fjord ragender Felsvorsprung mit einer gigantischen Aussicht über den Fjord. 

Da uns die fast 5 Stunden lange Wanderung zum Preikestolen einiges abverlangt, lassen wir es am nächsten Tag mit einer Kanutour im Fjord etwas ruhiger angehen.

3. Etappe: Vom Preikestolen nach Bergen (354 km)

Nach dem Preikestolen führt unsere nächste Etappe nach Bergen. Eine Länge von gerade mal 345 km lässt diese Etappe vergleichsweise kurz aussehen. Allerdings müssen wir auch fast 4.000 Höhenmeter auf kleinen und kurvigen Straßen bewältigen und drei Fähren über Fjorde nehmen. Wir starten deshalb gleich Morgens. Eine gute Entscheidung, da wir bis zum Ziel tatsächlich über 12 Stunden benötigen werden.
Kaum sitzen wir im Auto, fängt es auch schon an zu regnen. Die Sicht bleibt trotzdem relativ gut. Somit fahren wir an endlosen imposanten Fjordlandschaften und riesigen Bergen vorbei, während sich bedrohliche Wolkenberge über und hinweg ziehen.
Als wir am späten Abend Bergen erreichen, regnet es noch immer. Wir bauen unsere Zelte im strömenden Regen auf und legen uns schlafen. 

Etappe 4: Von Bergen zum Geirangerfjord (332 km)

Nach 24 Stunden Dauerregen sind wir völlig durchgefroren und treten die Flucht in Richtung des Geirangerfjord an. Der Wetterbericht hat dort besseres Wetter versprochen.
Zum Glück behält der Wetterbericht recht und am Geirangerfjord verbringen wir eine tolle Woche voller Sonnenschein, Wanderungen zu Wasserfällen, Motorbootfahren und Angeln. Simon fängt mit der Angel einen riesigen Köhler. Diesen backen wir in Salzkruste und verspeisen ihn zum Abendessen. Eine tolle Woche zum entspannen in grandioser Landschaft mit vielen Abenteuern. Vor allem die Sonnenuntergänge über den großen Bergen und das rauschen des Wasserfalls neben unserem Zelt sind genial.

Etappe 5: Heimweg (1.200 km)

Nach der Woche am Geirangerfjord geht es wieder auf den Heimweg. Kurz vor Kristiansand übernachten wir ein letztes mal in Norwegen, bevor wir wieder die Fähre Richtung Dänemark besteigen. Am Abend des nächsten Tages kommen wir zuhause an. Somit haben wir haben wir die kompletten 1.200 km des Rückweges innerhalb von nur zwei Tagen bewältig. 

Weitere Informationen zu unserer Norwegenreise

Installation einer neueren PHP-Version auf einem älteren Ubuntu

Es kommt gerade bei den LTS-Versionen von Ubuntu immer häufiger vor, dass eine Software zwingend eine neuere PHP-Version voraussetzt, als auf einem Server mit einem Ubuntu Betriebssystem gerade installiert ist. Wie kann ein solche Herausforderung lösen?

Eine Möglichkeit diese Anforderung zu erfüllen ist ein Upgrade des Ubuntu auf ein neues Release. Oft möchte man dies aber nicht, da es andere Abhängigkeiten gibt, oder weil man nicht jeden Releasewechsel mitmachen möchte. Auch kann es vorkommen, dass selbst das neuste LTS Release ein zu alte Version von PHP beinhaltet. Somit stellt sich die Frage, nach einer Alternative zu einem Releasewechsel.

Dank dem offiziellen Repository für PHP von Ondřej Surý auf Launchpad gibt es eine weitere Lösung. Wenn man dieses Repository einbindet, wird es auch auf eine älteren Release von Ubuntu möglich neuere PHP Versionen zu installieren. Man kann z.B. auch auf einem Ubuntu 16.04 oder 18.04 problemlos ein ganz aktuelles PHP 7.4 installieren.

Um das Repository für PHP von Ondřej Surý bei einem Ubuntu 16.04 einzubinden, gibt man den folgenden Befehl in der Kommandozeile ein.

sudo add-apt-repository ppa:ondrej/php

Danach kann man ein PHP 7.4 mit den folgenden Zeilen installieren.

sudo apt-get update
sudo apt-get install php7.4

Im Anschluss sollte man noch einige Komponenten von PHP 7.4 installieren, welche meistens benötigt werden.

sudo apt-get install php7.4-common php7.4-mysql php7.4-xml php7.4-xmlrpc php7.4-curl php7.4-gd php7.4-imagick php7.4-cli php7.4-dev php7.4-imap php7.4-mbstring php7.4-opcache

Sobald das durch ist, kann man die Standard PHP-Version innerhalb des Betriebssystem mit den folgende Befehlen festlegen.

sudo update-alternatives --config php
sudo update-alternatives --config php-cgi

Und schon kann man auch Software installieren, die das aktuelle PHP 7.4 voraussetzt …

Ubiquiti Unifi: Releaseupgrade eines Ubuntu 16.04 auf 18.04 mit einer Mongodb

Mehrere Installationen der Software Unifi von Ubiquiti liefen bei mir noch auf einem Ubuntu 16.04 LTS. Da die kostenlosen Sicherheitsupdates für dieses Ubuntu nur noch ein halbes Jahr erscheinen, war es Zeit für ein Releaseupgrade auf Ubuntu 18.04. Gesagt, getan… Nach einem Backup eines der Controller führte ich kurzerhand ein Releaseupgrade durch.

Das eigentliche Releaseupgrade lief ohne Probleme durch. Überraschender Weise startete die Unifi Software aber nicht mehr. Ein Blick in das Logfile /var/log/unifi/server.log der Unifi Software offenbarte, dass die MongoDB nicht mehr erreichbar war.

[2020-08-12 17:40:59,094] <db-server> ERROR system - [exec] error, rc=100
[2020-08-12 17:40:59,095] <db-server> INFO db - DbServer stopped

Ein weiterer Blick in das Logfile /var/log/unifi/mongod.log der MongoDB zeigte, dass der Grund ein zu großer Versionssprung von der vorherigen Version 2.6 der MongoDB war.

2020-08-25T16:44:07.964-0400 F CONTROL  [initandlisten] ** IMPORTANT: UPGRADE PROBLEM: The data files need to be fully upgraded to version 3.4 before attempting an upgrade to 3.6; see http://dochub.mongodb.org/core/3.6-upgrade-fcv for more details.
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I NETWORK  [initandlisten] shutdown: going to close listening sockets...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I NETWORK  [initandlisten] removing socket file: /usr/lib/unifi/run/mongodb-27117.sock
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I REPL     [initandlisten] shutdown: removing all drop-pending collections...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I REPL     [initandlisten] shutdown: removing checkpointTimestamp collection...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I STORAGE  [initandlisten] shutdown: waiting for fs preallocator...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I STORAGE  [initandlisten] shutdown: final commit...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I JOURNAL  [initandlisten] journalCleanup...
2020-08-25T16:44:07.964-0400 I JOURNAL  [initandlisten] removeJournalFiles
2020-08-25T16:44:07.970-0400 I JOURNAL  [initandlisten] old journal file /usr/lib/unifi/data/db/journal/j._0 will be reused as /usr/lib/unifi/data/db/journal/prealloc.0
2020-08-25T16:44:07.976-0400 I JOURNAL  [initandlisten] Terminating durability thread ...
2020-08-25T16:44:08.067-0400 I JOURNAL  [journal writer] Journal writer thread stopped
2020-08-25T16:44:08.067-0400 I JOURNAL  [durability] Durability thread stopped
2020-08-25T16:44:08.067-0400 I STORAGE  [initandlisten] shutdown: closing all files...
2020-08-25T16:44:08.070-0400 I STORAGE  [initandlisten] closeAllFiles() finished
2020-08-25T16:44:08.070-0400 I STORAGE  [initandlisten] shutdown: removing fs lock...
2020-08-25T16:44:08.070-0400 I CONTROL  [initandlisten] now exiting
2020-08-25T16:44:08.070-0400 I CONTROL  [initandlisten] shutting down with code:62

Um das Releaseupgrade erfolgreich durchzuführen, muss man also erst die MongoDB auf Version 3.4 aktualisieren und danach das Releaseupgrade starten. Ein Upgrade der MongoDB macht man am besten mit den Softwarepaketen von MongoDB.org und das geht wie folgt:

sudo apt-key adv --keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 --recv 0C49F3730359A14518585931BC711F9BA15703C6
sudo echo "deb http://repo.mongodb.org/apt/ubuntu xenial/mongodb-org/3.4 multiverse" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/mongodb-org-3.4.list
sudo apt-get update
sudo apt-get install -y mongodb-org
sudo systemctl unmask mongodb
sudo systemctl restart mongodb

Jetzt sollte die MongoDB auf Version 3.4 aktualisiert sein und man kann gefahrlos das Releaseupgrade auf Ubuntu 18.04 starten. Ein Backup sollte man natürlich dennoch vorsichtshalber machen.

Nach dem Upgrade auf Ubuntu 18.04 ist noch zu empfehlen die MongoDB ein weiteres mal auf die Version 3.6 zu aktualisieren, da es für die Version 3.4 nur bis Januar 2020 Support und Sicherheitsupdates gab. Für die Version 3.6 gibt es selbiges bis April 2021 und diese wird seit der Unifi Version 5.13.10 unterstützt. Das Upgrade geschieht mit den folgenden Befehlen.

wget -qO - https://www.mongodb.org/static/pgp/server-3.6.asc | sudo apt-key add -
echo "deb https://repo.mongodb.org/apt/ubuntu xenial/mongodb-org/3.6 multiverse" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/mongodb-org-3.6.list
apt update
apt upgrade
systemctl restart mongodb

Road Trip durch Nordamerika (2. Teil)

Hier kommt der zweite Teil meines Reiseberichtes unseres 5500 km langen Road Trips durch Nordamerika. Nachdem wir im 1. Teil bis in den Glacier Nationalpark gekommen waren, führt uns der 2. Teil unserer Reise weiter zum Yellowstone Nationalpark und nach Kanada.

Fahrt in den Yellowstone Nationalpark

Wir starten gleich morgens um 8:00 Uhr und fahren mit wenigen Pausen 750 km von Norden nach Süden durch Montana. Am Abend nach 12 Stunden Fahrt um 19:30 Uhr kommen wir schließlich auf dem Rocky Mountain RV Park in Gardiner an. Ein Campground kurz vor der Grenze zu Wyoming am Tor des Yellowstone Nationalparks. Wir werden an der Rezeption sehr freundlich empfangen und bekommen einige Restaurantempfehlungen für unseren Aufenthalt. Während die Sonne allmählich untergeht, schlendern wir durch die nette kleine Stadt Gardiner und suchen uns ein Restaurant zum Abendessen. Ich esse einen Elchburger und probiere einige lokale Biere. Als die Sonne untergeht, waren wir 16 Stunden lang auf den Beinen und legen uns völlig erschöpft ins Bett.

Wir schlafen am nächsten Tag bis 9:00 Uhr. Um 10:00 Uhr starten wir dann zu unserer ersten Tour durch den Yellowstone Nationalpark zu den heißen Quellen in Hotsprings und zu den Bisons. Wir sehen dabei auch viele Elche und Antilopen. Nur die Bären verstecken sich leider an diesem Tag.

Die Tiere laufen hier ohne Angst direkt an einem vorbei. Es ist echt beeindruckend, wenn so ein riesiger Bisonbulle plötzlich direkt neben einem auf der Straße steht!

Am Tag darauf verlassen wir den Campingplatz in Gardiner und fahren vom Nordgate zum Westgate des Yellowstone Nationalparks. Wir starten endlich mal ausgeschlafen um 10:30 Uhr. Die reine Fahrtzeit beträgt 3 Stunden. Insgesamt sind wir jedoch 8 Stunden unterwegs, da wir uns diverse Lookouts und Geysire anschauen. Zudem gehen wir auch noch lecker essen und stöbern durch ein paar Souvenirläden. Als wir auf dem Campground ankommen, ist es 19:30 Uhr.

Am nächsten Morgen stehen wir schon um 6:00 Uhr auf, damit wir um 7:00 Uhr starten können. Wir halten diverse Male und schauen uns Geysire an, bis wir schlussendlich den größten Geysire Old Faithful erreichen . Dort kommen wir um 10:00 Uhr an, frühstücken, schauen uns einen Ausbruch des Geysirs an und machen einen ausgedehnten Spaziergang an diversen kleineren Geysiren vorbei. Um 15:30 Uhr habe ich einen fetten Sonnenbrand und wir starten in Richtung Bridge Bay Campground. Auf dem Weg dorthin gehen Clara und Simon noch mal in 2.357 Metern Höhe im Yellowstone Lake baden. Am Abend grillen wir uns ein Bisonsteak und Würstchen über dem Lagerfeuer. Dazu gibt es Nudeln. Außerdem kommen uns einige Elche besuchen, die nur wenige Meter an uns vorbei über den Bridge Bay Campground laufen und dabei grasen.

In der Nacht schaue ich mir mit Clara dann noch mal die Milchstraße an. Wir haben um kurz nach 23:00 Uhr genau 13 Minuten totale Dunkelheit, bevor der Mond aufgeht. Die Zeit reicht, um ein tolles Foto von der Milchstraße über dem Yellowstone Nationalpark aufzunehmen. Danach geht es endlich ins Bett.

Jackson Hole, die Twin Falls und Portland

Wir haben in der Nacht alle gefroren und sehr schlecht geschlafen. Ich bin zudem erkältet und habe Bauch- und Kopfschmerzen. Die Laune ist somit nicht die beste, als wir am Morgen Richtung Jackson Hole starten. Aber zum Ausruhen ist keine Zeit und nach zwei Bechern mit starkem Kaffee geht es einigermaßen.

Mittags schauen wir uns auf dem Weg Richtung Jackson Hole den Lewis Fall an. Ein romantischer kleiner Wasserfall mit einer Höhe von 9,1 Metern. Er liegt an der Straße zum Südeingang des Yellowstone Parks und ist ein beliebter Fotospot.

Am späten Nachmittag erreichen wir Jackson Hole, essen eine Kleinigkeit und schauen uns zwei Stunden die Stadt an. Danach fahren wir zu unserem heutigen Campground, der direkt neben der Stadt liegt..

Am nächsten Morgen schlafen wir erst mal lange aus und starten um 10:00 Uhr wieder Richtung Seattle. Unsere erste Etappe in diese Richtung hat nur moderate 400 km und geht bis Twin Falls. Dort schauen wir uns die Schoschonen Wasserfälle an. Um 19:45 Uhr kommen wir auf unserem Campground an und und gehen früh ins Bett, um am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. An diesem steht mit 800 km eine der längsten Etappen der Reise an.

Am nächsten Tag starten wir um 8:00 Uhr in Idaho Falls und sitzen abgesehen von einer Stunde Mittagspause und einer Stunde Abendessen fast den ganzen Tag im Auto. Am Abend um 20:15 Uhr haben wir die 800 km geschafft und erreichen wir unserem Campground neben Portland.

Nach der anstrengenden Fahrt wird am Folgetag länger geschlafen. Simon und ich klettern sogar erst um 9:30 Uhr aus dem Bett. Daraufhin müssen wir uns sputen, da wir um 11:00 Uhr den Campground verlassen müssen. Um Punkt 11:00 Uhr verlassen wir den Campground und fahren in die Innenstadt von Portland.

Nach einer kleinen Wanderung durch die Innenstadt von Portland, machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Campground. Dieser liegt ganz in der Nähe unseres ersten Campground in der Nähe des Mount Rainier. Es ist ein traumhafter, mitten im Urwald gelegener Eastcreek Campground, der einem älteren Ehepaar gehört. Der schönste aller bisherigen Campgrounds. Wir machen ein Lagerfeuer und kochen unsere letzten Lebensmittel zum Abendbrot. Simon röstet sich Marshmallows über dem Lagerfeuer, nachdem ihm von den Inhabern des Campgrounds erklärt wurde, wie dies geht. Danach trinken wir unsere letzten Biere und es wird ein sehr stimmungsvoller und schöner Abend im Regenwald von Nordamerika.

Vancouver, Vancouver Island und Olympic Nationalpark

Die letzte Etappe unserer Reise führt uns nach Kanada. Wir stehen am nächsten Morgen sehr früh um 6:30 Uhr auf und fahren wieder nach Tacoma. Dort kommen wir um 10:00 Uhr an und tauschen das Wohnmobil gegen einen SUV. Mit diesem geht es dann in Richtung Kanada. Um 21:00 Uhr erreichen wir unser Hotel in Vancouver und essen ein leckeres Abendbrot in einem persischen Restaurant. Um 0:00 Uhr liegen wir dann erschöpft im Bett.

Am nächsten Tag schauen wir uns Vancouver mit dem Fahrrad an. Es wird ein langer und anstrengender Tag, an dem es viel zu sehen gibt. Um die vielen Kilometer bewältigen zu können, leihen wir uns Fahrräder. Mit diesen fahren wir durch das West End und den Stanley Park. Vancouver ist eine beeindruckende und junge Stadt, die leider auch nicht ganz günstig ist.

Am Tag darauf lassen wir dann Vancouver hinter uns. Es geht mit der Fähre rüber nach Vancouver Island. Dort schauen wir uns in Torfino Grauwale und Bären an.

Danach geht es mit einem kurzen Zwischenstopp in Victoria mit der Fähre wieder Richtung USA, wo wir noch einen letzten Zwischenstopp im Olympic Nationalpark einlegen, bevor wir wieder nach Hause fliegen.

Als wir wieder zuhause ankommen, waren wir 3 1/2 Wochen unterwegs und alle sind froh, wieder zuhause zu sein. Aber wir haben viel von Amerika gesehen und es war ein toller Urlaub. Es war bestimmt nicht unser letzter Urlaub in Amerika.

Road Trip durch Nordamerika (1. Teil)

Da uns der Road Trip durch den Wilden Westen der USA so gut gefallen hat, haben wir zwei Jahre danach einen weiteren Road Trip durch den Norden der USA und durch Kanada unternommen. Diesmal wurden es sogar über 5500 km, die wir in drei Wochen zurücklegten. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung dieser ereignisreichen und beeindruckenden Reise durch Washington, Idaho, Wyoming, Montana, Oregon und British-Columbia.

Anreise

Unser Flug nach Seattle startet am frühen Morgen des 10 Juli 2019. Wir stehen um 3:50 Uhr auf und fahren um 4:40 Uhr los nach Hamburg. Von dort geht es mit Lufthansa zunächst nach Frankfurt und dann nach Seattle.

Dort fahren wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hotel Bridge Water in die Innenstadt von Seattle. Das Hotel liegt auf einer Mole und ist in den Hafen hinein gebaut. Als wir dort ankommen, sind wir völlig erledigt und deshalb legen wir uns erst mal schlafen.

Seattle

Am nächsten Morgen wachen die Ersten von uns durch den Jetlag schon um 3 Uhr morgens auf. Bis wir alle aus dem Bett kommen, wird es aber 6 Uhr. Um 7:00 Uhr geht‘s dann los aus dem Hotel Richtung Pier 55 zur Hafenrundfahrt. Auf dem Weg dorthin gibt‘s noch ein gemütliches Frühstück mit Patty Melt und French Toast. Sehr lecker! Die Hafenrundfahrt offenbart dann einen gigantischen Blick auf die Skyline von Seattle und wir erfahren einiges über die Geschichte der Stadt.

Wieder an Land trinken wir einen Kaffee bei Starbucks, dem weltbekannten Kaffeeröster aus Seattle. Danach geht es unter die Erde mit einer Führung durch die den sogenannten Untergrund von Seattle. In diesen unterirdischen Gängen und Kellern im Stadtzentrum von Seattle gibt es einiges über die Geschichte der Stadt zu lernen. Sie entstanden, da um 1900 die Straßen um ein Stockwerk nach oben verlegt wurden. Somit kann man sich hier ansehen, wie die Stadt vor 100 Jahren aussah.

Nach der Führung durch den Untergrund verbringen wir den sonnigen und warmen Nachmittag in der Innenstadt auf dem Pioneer Square. Dort sind viele Stühle und kostenlose Spiele aufgebaut. Wir spielen Tischtennis, Federball, Tischfußball und einige andere der aufgebauten Spiele. Dabei kommen wir mit den Einheimischen ins Gespräch.

Am Abend haben wir schon ganz schön müde Beine. Dennoch raffen wir uns noch auf und laufen zu dem Wahrzeichen der Stadt, der Space Needle. Den Sonnenuntergang genießen wir dann auf dem 184 Meter hohen Turm. Ein beeindruckender Ausblick! Bei der Höhe ist uns allen bis auf Clara allerdings ziemlich flau im Magen. Es loht sich aber alle mal!

Fahrt zum Mount Rainier

Nach dem anstrengenden Vortag schlafen wir bis 7:00 Uhr aus. Danach gibt’s ein deftiges amerikanisches Frühstück mit Ei, Speck und Toast in einem Diner, bevor wir im Hotel unsere sieben Sachen zusammenpacken und nach Tacoma fahren. Dort nehmen wir am Mittag unser fahrendes Haus in Empfang, welches wir für die Fahrt zum Yellowstone Nationalpark gemietet haben. Es handelt sich um ein 10 Meter langes, gigantisches Wohnmobil. Ein Kollos auf Rädern, der in Europa kaum auf eine Straße passen würde. In Amerika sind die Straßen und Parkplätze zum Glück wesentlich größer. Aber auch hier wird es die nächsten Tage noch spannende Situationen geben und Campingplätze, auf denen wir kaum in die Parkbuchten kommen.

Wir bekommen von den netten Servicemitarbeitern von Apollo eine kleine Einweisung in unser mobiles Haus und laden unsere Sachen ein. Wenig später machen wir uns auf zum nächsten Supermarkt, um uns für die nächsten zwei Wochen mit Proviant einzudecken.

Kaum ist der Einkauf erledigt, geht es 80 km weiter Richtung Osten zum Mount Rainier. Dort haben wir im Cougar Campground mitten im Mount Rainier National Park einen Stellplatz gebucht. Auf dem Weg dorthin werden die Berge immer höher und die Straßen immer kurviger. Wir fahren über diverse kleine Schluchten und Brücken, über die unser riesiges Wohnmobil gerade noch rüber passt und schon bald gibt es kein Mobilfunknetz mehr. Wir erreichen den Campground um 17:00 Uhr. Bis zum Sonnenuntergang um 21:00 Uhr bleibt also noch ausreichend Zeit für ein gemütliches Abendessen und um sich die Gegend etwas anzusehen. Um 21:00 Uhr liegen wir dann erschöpft im Bett und schlafen sofort ein.

In der Nacht wird es saukalt. Die dünnen Wolldecken, die wir im Wohnmobil bekommen haben, reichen vorne und hinten nicht aus und wir frieren fürchterlich. Um das Problem zu lösen, decken wir uns mit allem zu, was wir haben. Pullover, Jacken, usw.

Trotz der Kälte schlafen wir bis 8:00 Uhr aus und frühstücken gemütlich. Um 10:30 Uhr sind wir dann abmarschbereit und brechen zu einer Wanderung zu dem nahe gelegenen Carter Wasserfall auf. Die Wanderung führt über 7 km durch einen wunderschönen Wald und das Tal des Paradise River. Da wir über 200 Höhenmeter zurücklegen, wird es eine anstrengende Wanderung. Ein kühles Bad im Fluss bringt aber die nötige Abkühlung.

Wieder auf dem Campground angekommen, essen wir eine Kleinigkeit und legen uns ein bisschen auf‘s Ohr. Diese Ruhe in den Bergen lässt einen so richtig entspannen und abschalten. Am Abend spIelen wir dann noch bis tief in die Nacht Doppelkopf.

Fahrt in den Glacier Nationalpark

Wir stehen früh um 6:00 Uhr auf, trinken einen starken Kaffe und machen das Wohnmobil startklar. Um 8:00 Uhr starten wir Richtung Osten. Zunächst führt uns der Weg bis auf 1.600 Meter zum Fuße des Berges Mount Rainier zum Paradise Visitor Center. Dort parken wir unser Wohnmobilmonster und wandern 300 Meter den Berg zu einem Gletscher rauf. Auf den Wegen sehen wir viele Chipmunks und Murmeltiere.

Nach der Wanderung fahren wir zu dem House Creek Campground weiter, eine Zwischenstation auf dem Weg zum Glacier Nationalpark. Dort kommen wir relativ früh um 14:00 Uhr an. Bevor wir unser Wohnmobil auf unserem Stellplatz abstellen, gehen wir noch schnell im benachbarten Dorf einen Hamburger mit Pilzen essen. Am Abend baden wir im benachbarten Fluss.

Am nächsten Tag steht eine über 10 Stunden lange Fahrt an. Wir stehen deshalb wieder früh um 6:00 Uhr auf (wie fast jeden Tag…) und fahren weiter Richtung Osten. Es wird eine sehr lange und anstrengende aber sehenswerte Tour. Wir fahren durch Washington, Idaho und schließlich durch Montana. Da wir einige Pausen zum Essen, Einkaufen und Tanken einlegen und eine Stunde Zeitverschiebung gegen die Zelt haben, kommen wir erst um 21:15 Uhr auf unserem Campground an.

Nach nur 7 Stunden Schlaf geht es wieder aus dem Bett und nach einem schnellen Kaffee in den Glacier Nationalpark. Am Nachmittag haben wir eine Raftingtour gebucht. Ein tolles Erlebnis, bei dem wir einen riesigen Spaß haben. Wir werden allerdings auch bis auf die Knochen nass und frieren fürchterlich. Wir sind froh, als wir wieder bei unserem Wohnmobil ankommen und uns warme und trockene Sachen anziehen können. Nach solchen Aktionen schätzt man eine heiße Dusche gleich viel mehr.

Am Abend fahren wir zu einem Supermarkt und kaufen uns ein paar leckere Angus Steaks, die wir auf dem Grill auf unserem Campground grillen. Super lecker!

Der zweiten Teil des Reiseberichtes ist im Artikel Road Trip durch Nordamerika (2. Teil) zu lesen.

Dell OpenNetwork Switches mit OS10

Dell hat im Jahre 2011 die Firma Force10 Networks übernommen. Seit dieser Zeit sind im Portfolio von Dell auch Enterprise Switches zu finden. Seit 2016 laufen einige dieser Switches mit dem auf Debian Linux basierenden OS10.

Das OS10 verwendet einen Standard-Linux-Kernel und bietet Zugriff auf die Netzwerkhardware über das Switch Abstraction Interface (SAI) des Open Compute Project. Ein Projekt das neben Dell von Microsoft, Facebook, Broadcom, Intel und Mellanox unterstützt und verwendet wird. Damit müssen sich Entwickler nicht mehr um die tatsächlich verwendete Switching-Hardware kümmern und können auf offene Standards aufsetzen.

Das OS10 System ist inzwischen sehr ausgereift und bietet nahezu den gleichen Funktionsumfang wie das vorherige OS9. Grund genug für mich mir die OS10 Switches in den letzten Monaten näher anzusehen und bei ersten Projekten einzusetzen. Zumal diese Geräte preislich sehr attraktiv sind.

Meine Erfahrungen in der Praxis mit den Switches sind sehr positiv und ich kann sie durchweg empfehlen. Allerdings sind die Dokumentationen und Updates bei Dell etwas schwierig zu finden. Deshalb schreibe ich mir hier einige wichtige Informationen und Links mal zusammen, um diese immer griffbereit zu haben.

Downloads der Updates für OS10 und Firmware

Über die Dell Webseite sind die Updates und die Firmware nur schwer zu finden. Leichter findet man die Updates in dem sogenannten Dell Digital Locker. Wenn man sich dort mit seinem Benutzer anmeldet, finden man dort die Updates von OS10, sofern man Produkte mit einem laufenden Wartungsvertrag hat, auf denen OS10 läuft.

Eine aktuellere Firmware oder ein aktuelleres BIOS findet man wiederum am einfachsten in der Rubrik Treiber und Downloads auf der Dell Webseite über den Service-Tag oder die genaue Modellbezeichnung des Switches.

Zugriff auf die Konsole

Die Standardeinstellungen bei dem Zugriff auf die Konsole sind wie folgt:

  • 115200 baud rate
  • No parity
  • 8 data bits
  • 1 stop bit
  • No flow control

Sichern der Konfiguration des Switches

Die Konfiguration des Switches kann mit copy über diverse Protokolle gesichert werden. Ich bevorzuge scp. Wichtig ist, dass der Pfad absolut angegeben wird. Bei einem Mac mit der IP-Adresse 192.168.140.157, dem User kristian und dem Passwort test muss man dann den folgenden Befehl eingeben.

copy running-configuration scp://kristian:test@192.168.140.157/Users/kristian/switch-maschen-23

Update des OS10

Ein Update des OS10 kann mit dem Befehl „image download“ durchgeführt werden. Wenn das Update von dem zuvor beschriebenen MacBook aus geladen werden soll und das Image des OS10 den Namen „PKGS_OS10-Enterprise-10.5.0.1P1.433stretch-installer-x86_64.bin“ hat, benötigt man den folgenden Befehl.

image download scp://kristian:test@192.168.140.157/Users/kristian/Downloads/PKGS_OS10-Enterprise-10.5.0.1P1.433stretch-installer-x86_64.bin

Um den Downloadstatus anzuzeigen, folgenden Befehl ausführen.

show image status

Um die heruntergeladene Images anzuzeigen, folgenden Befehl ausführen.

dir image

Zur Installation des heruntergeladenen Images, den folgenden Befehl benutzen.

image install image://PKGS_OS10-Enterprise-10.5.0.1P1.433stretch-installer-x86_64.bin

Der Fortschritt der Installation kann wieder mit folgendem Befehl „show image status“ kontrolliert werden. Nach erfolgreicher Installation muss die Boot Partition geändert werden.

boot system standby

Der Status des Bootimages kann mit folgendem Befehl abgefragt werden.

show boot detail

Sobald das Update erfolgreich ausgeführt wurde, muss der Switch zum Schluss noch einem neu gestartet werden. Dies geschieht mit dem Befehl „reload“. Nach dem Neustart sollte dann die neue OS10 Version gebootet sein. Dies kann mit dem Befehl „show version“ überprüft werden.

Einrichtung einer vlt Domain

Um eine vlt Domain 2 auf einem Switch mit der IP-Adresse „192.168.140.83 einzurichten, der über das Interface „ethernet1/1/1“ und „ethernet1/1/2 mit einem Switch mit der IP-Adresse „192.168.140.84“ verbunden ist, benötigt man die folgenden Konfigurationszeilen.

vlt-domain 2
 backup destination 192.168.140.84
 discovery-interface ethernet1/1/1-1/1/2

Um ein vlt mit dem vlt-port-channel 3 für einen Trunk einzurichten gibt man den folgenden Befehle ein.

interface port-channel3
 description "Name des vlt"
 no shutdown
 switchport mode trunk
 switchport access vlan 3002
 mtu 9216
 vlt-port-channel 3

Um z.B. das Interface „ethernet1/1/3“ diesem vlt hinzuzufügen benötigt man die folgenden Befehle.

interface ethernet1/1/3
 no shutdown
 channel-group 3 mode active
 no switchport
 flowcontrol receive off

Auf dem zweiten Switch muss im Anschluss natürlich die gleiche Konfiguration gemacht werden, wobei die IP-Adresse in der vlt Domain entsprechend angepasst werden muss.

Um im Anschluss die eingerichtete vlt 2 Domain anzuzeigen und den Erfolg zu kontrollieren gibt man den folgenden Befehl ein.

show vlt 2 vlt-port-detail