Dell und SUN sind beim Support für Server deutlich besser als IBM

Ich habe in letzter Zeit vor allem den Support für Server von SUN und Dell in Anspruch genommen. Damit bin ich eigentlich sehr zufrieden. Gerade bei Dell bekommt man fast immer einen Techniker ans Telefon. Es ist sehr selten, dass man zurückgerufen werden muss. Wenn sich dann herausstellt, dass Hardware defekt ist, wird die immer am nächsten Tag getauscht.

Letzte Woche habe ich seit Langem mal wieder den Support für Server von IBM in Anspruch genommen, da eine USV von einem vor zwei Wochen gelieferten Server defekt ist. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Support von IBM deutlich schlechter ist. Insbesondere hat mich folgendes gestört.

  • Die USV war nicht ordentlich gekennzeichnet. Dadurch hat das genaue Bestimmen des Modells fünf Minuten gedauert.
  • Ich habe nur einen Telefonisten erreicht, der lediglich feststellte, dass mich ein Techniker zurückrufen muss.
  • Es hat 24 Stunden gedauert, bis ein Techniker zurückrief.
  • Der Techniker hat telefonisch auch nichts mehr machen können. Die USV war halt einfach defekt. Er konnte aber auch keinen Technikereinsatz veranlassen, sondern lediglich den Fall an die Disposition weitergegeben.
  • Es hat weitere 24 Stunden gedauert, bis sich ein Techniker gemeldet hat, um die USV zu tauschen.

Ich habe also keinen Techniker direkt ans Telefon bekommen und es hat insgesamt über 48 Stunden gedauert, bis die USV getauscht war. Bei Dell ist mir so etwas noch nie passiert!

VM-Ware auf Servern von IBM mit Hindernissen

Ich habe mich jetzt entschlossen einige der Server die ich betreue mit VM-Ware zu virtualisieren, um Kosten zu sparen. Dazu habe ich von Dell, HP und IBM Angebote eingeholt. Letztendlich viel die Wahl auf das Angebot von IBM, da dieses für unsere Belange das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Im folgenden erwies sich die Installation jedoch leider wieder als ein Wenig schwieriger.

Die Server von IBM werden – ähnlich wie bei anderen Herstellern – von einer Partnerfirma vor Ort aufgebaut und eingerichtet. Nachdem VM-Ware installiert wurde, stellt der ausführende Techniker fest:

Die von VM-Ware für das Virtual Center mitgelieferte Microsoft MSDE Datenbank wird nicht supportet, wenn man sie in Produktionsumgebungen einsetzt.

Da ich mit VM-Ware nicht nur testen will, beschließe ich also eine andere Datenbank zu verwenden. Ich entscheide mich für Oracle, da wir viel Oracle einsetzen und VM-Ware dies in der Version 9 und 10 unterstützt. Dazu muss jedoch erst mal die richtige Oracle Version herunter geladen, die Lizensierung geklärt und alle Fragen beantwortet werden, die nicht in der – gerade mal eine halbe Seite langen – Anleitung für die „Installation von Oracle für Virtual Server“ stehen. Die Installation zieht sich also bis mitten in die Nacht. Außerdem endet sie mit dem Fehler:

[2007-11-20 10:10:33.267 'App' 3584 error] "ODBC error: (HY000) - [Oracle][ODBC][Ora]Trigger, procedure or function created with PL/SQL compilation error(s)." is returned when executing SQL statement "/*

Wir geben also erst mal auf und beschließen am nächsten Tag jemanden von VM-Ware anzurufen. Glücklicher Weise kenn der Techniker jemanden bei VM-Ware, den er am nächsten Tag anruft. Dieser leitet Ihn an den Support von VM-Ware weiter. Dieser weigert sich jedoch den Fall zu bearbeiten, ohne das er über die dafür vorgesehene Webseite gemeldet wurde. Auf dieser Webseite können wir mit unseren Zugangsdaten jedoch leider keinen Fall melden.

Nach einem erneuten Anruf bei VM-Ware stellt sich heraus, dass wir keinen Support von VM-Ware bekommen, weil wir über IBM gekauft haben. Wir können deshalb nur von IBM Support bekommen.

Super VM-Ware! Ich habe jetzt ein Problem mit einer Datenbank, die ich brauche, um von VM-Ware Support zu bekommen. Ich bekomme jedoch von VM-Ware keinen Support, um dieses Problem zu lösen. Die 16.000,- EUR für die Lizenz haben sich wirklich gelohnt. Das nächste mal sollte ich vielleicht lieber XEN von Citrix nehmen. Bei Citrix bekommt man auch bei OEM-Versionen Support. Sogar für etwaige mitgelieferten Datenbanken.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG geht an die Börse

HHLA - Kai

Seit dem 2. November 2007 wird die Aktie der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) an der Frankfurter und Hamburger Börse gehandelt. Die Emission von 22 Millionen der rund 70 Millionen Aktien zu je 53 Euro hat mehr als 1 Mrd. Euro in die Kasse der Stadt Hamburg gespült. Damit ist diese Emission der wohl größte Börsengang des zweiten Halbjahres 2007.

HHLA - Chart - Tag 1

Die Erstnotierung lag mit 59 Euro 11,3 Prozent über dem Emissionspreis. Der Tagesschlusskurs lag sogar bei 62 Euro. Damit waren für Anleger bereits am ersten Tag Kursgewinne von mehr als 17 Prozent möglich.

Probleme mit Domain-Aufträgen bei der Deutschen Telekom

Bei einem großen Provider und Weltkonzern wie der Deutschen Telekom sollte man eigentlich erwarten, dass die Bearbeitung von Domain-Aufträgen (Registrierung, Providerwechsel und erzeugung eines Handle) problemlos funktioniert. Ich hatte in der Vergangenheit jedoch wiederholt Ärger damit. Die beiden arrogantesten Fälle will ich hier im folgenden einmal schildern. Bei anderen Providern ist mir soetwas noch nie passiert. Es gab dort zwar auch schon mal das eine oder andere Problem. Ich konnte diese jedoch immer mit der Hotline lösen. Die Hotline von der Deutschen Telekom für DNS in Oldenburg ist davon weit ertfernt.

1. Die Registrierung einer einzigen noch freien Domain kann Stunden dauern!
Für eine Werbeaktion benötigte ich kurzfristig eine neue Domain. Ich beantragte diese am frühen Nachmittags wie gewohnt auf der entsprechnden Webseite von der Telekom. Als ich drei Stunden später gerade zum Abendessen wollte erreichte mich eine automatisch generierte Email. In dieser Stand:

„… der von Ihnen erteilte Auftrag konnte von unserem System nicht verarbeitet werden. Sie haben einen ungueltigen Vertrag fuer die Erteilung des Auftrages verwendet.“

Als ich die Hotline anrief sagte man mir:

„Ihre Kundennummer wurde gekündigt und gelöscht. Sie können leider keine Domains mehr bestellen.“

Mehr Informationen konnten mir nicht gegeben werden und man sah sich auch nicht in der Lage mir weiter zu helfen. Nur sehr wiederwillig und mit viel Druck von meiner Seite wurde die Domain vorläufig registriert. Für alles andere fühlte man sich nicht zuständig und verwies nur auf den Vertrieb.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass meine Domains durch interne Umstellungen bei der Deutschen Telekom auf eine andere Kundennummer gebucht wurden. Darüber wurden ich jedoch nicht informiert und die Hotline konnte dies in ihrem Computerprogramm nicht sehen. Dort stand nur, dass der Vertrag gekündigt wurde.

2. Der Kauf einer Domain kann Wochen dauern!
Ich haben vor zwei Monaten eine Domain gekauft. Also habe ich auf der bekannten Webseite von der Deutschen Telekom den Providerwechsel beantragt. Nach zwei Stunden erreichte mich eine automatisch generierte Email mit folgendem Inhalt:

„Ihr Auftrag … fuer die Domain … konnte leider noch NICHT ausgefuehrt werden.“

Ich rief also die Hotline an und frage was ich machen soll. Nach einem extrem langen Gespräch, indem die Telekom alles möglich und unmögliche an Unterlagen angefordert hat, hieß es:

„Bitte veranlassen Sie das der Vorbesitzer (in America) Sie als Admin-C einträgt. Danach ist der Providerwechsel ganz einfach (!)“

Ich veranlasste dies und versuchte es erneut. Es funktioniert immer noch nicht. Ich rief also wieder die Hotline an und dort hieß es diesmal:

„Sie waren zu schnell. Warten Sie einen Tag und versuchen Sie es erneut.“

Ich wartete also einen Tag und probierte es wieder. Es funktionierte wieder nicht. Diesmal stand in der Email aber:

Ihr Auftrag … konnte noch NICHT ausgefuehrt werden.

Grund: Domain befindet sich im Status „CLIENT TRANSFER PROHIBITED“

Ihr derzeitiger Registrar hat die Domain dpl.org in den Status „CLIENT TRANSFER PROHIBITED“ gesetzt.

Ich rief also erneut die Hotline an, wo es hieß:

„Die Domain ist für einen Wechsel gesperrt. Dies kann leider nur der Vorbesitzer ändern. Bitten Sie den vorherigen Besitzer die Sperrung aufzuheben zu lassen.“

Ich bat also den Vorbesitzer die Sperrung aufzuheben. Dies scheiterte jedoch, weil nicht er sondern ich als Admin-C eingetragen war. Also rief ich wieder bei der Telekom, wo man mir erzählte:

„Die Telekom kann da nichts machen. Daran sind die Vorschriften schuld. Sie können sich nur an den Registrar wenden.“

Ich rief also den Registrar (in den USA!!!!) an und bat ihn die Sperrung aufzuheben. Dieser sagt mir jedoch dies könne nur der Provider des Vorbesitzers machen. Der Provider des Vorbesitzers sagt mir schließlich ich wäre nicht sein Kunde und deshalb könnte ich soetwas nicht beauftragen ……. usw. Die Aktion hat mich fast 15 Stunden Arbeit und viele Nerven gekostet. Bis ich die Domain tatsächlich hatte ist ein Monat vergangen.

Mobilcom, Freenet … und was kommt jetzt?

Es ist schon eigenartig wie schnelllebig die Informationstechnologie ist. Da wundert es einen nicht, wenn dies auf die Firmen in diesem Umfeld abfärbt. Wie schnell sich die Dinge bei Freenet (vormals Mobilcom) immer wieder ändern ist jedoch beachtlich. Hier mal eine kleine chronologische Auflistung der Geschenisse:

  • Mobilcom wird 1991 von von Gerhard Schmid gegründet
  • 1999 wird Freenet als Internetserviceprovider von Mobilcom und anderen Investoren gegründet. Mobilcom hält dabei 50,43% der Anteile.
  • Der Versuch ein eigenes UMTS-Netz aufzubauen, führte Mobilcom 2002 an den Rand der Insolvenz.
  • Am 8. Juli 2005 wurde die geplante Reintegration von Freenet in die mobilcom AG bekanntgegeben. Es folgen zahlreiche Klagen von Aktionären beider Firmen gegen die Verschmelzung, welche die Fussion in die Länge ziehen.
  • Am 11. Oktober 2006 steigt der Konkurent Drillisch bei Mobilkom ein und will sein Telefongeschäft mit Mobilcom zusammen legen. Dies wird vom Vorstand und den Aktionären jedoch abgelehnt.
  • Am 2. März 2007 wird – anders als ursprüglich geplant – Mobilcom in Freenet integriert.
  • Am 23. August 2007 erhöht Drillisch seine Anteile an Freenet auf fast 30% und will mit anderen Aktionären Telefon- und Internetgeschäft wieder aufspalten.

Open Source ERP-Software

Da ich letztlich Bedarf an einer guten ERP Lösung hatte, habe ich nach einer guten und günstigen Lösung gesucht. Kommerzielle ERP Software ist nach wie vor sehr teuer. Inzwischen gibt es aber auch einige kostenlose „Open Source“ Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben dies zu ändern. Bei meiner Suche habe ich allerdings herausgefunden, dass für meine Belange nur zwei dieser „Open Source“ Lösungen sinnvoll einsetzbar sind: Lx-Office und ADempiere.

Lx-Office ist eine Weiterentwicklung von SQL-Ledger. Es ist in Perl und PHP entwickelt und berücksichtigt die speziellen Anforderungen der deutschen Finanzämter. Mit nur wenigen Mausklicks lassen sich Umsatzsteuervoranmeldungen und Exporte der Daten für Datev anfertigen.

ADempiere ist eine Weiterentwicklung von Compiere. Es ist Java entwickelt und extrem umfangreich.

Ich persönlich habe mich für Lx-Office entschieden, weil es übersichtlicher und besser auf die deutschen Belange abgestimmt ist. Dadurch hatte ich eine kürzere Einarbeitungszeit.

Ab sofort gibt es PC’s mit Ubuntu von Dell in Deutschland

Wie bereits angekündigt gibt es in Deutschland, Großbritannien und Frankreich jetzt PC’s von Dell mit vorinstallierten Ubuntu Linux. Die PC’s können auf der Webseite von Dell bestellt werden. Bei der Bestellung kann zusätzlich ein Support-Paket des Ubuntu-Herstellers Canonical erwerben. Nähere Informationen für den deutschen Markt sind es auf der Webseite von Dell unter http://www.dell.de/ubuntu zu finden.