Eine Rundreise mit dem Auto durch Florida

Da wir 2017 bei unser Reise durch den Südwesten der USA im Oktober so viel Sonne und Spaß hatten, haben wir beschlossen im Herbst 2018 gleich noch mal in die USA zu reisen. Wir entschieden uns diesmal für den Südosten, um auch im nächsten Herbst noch etwas Sonne tanken zu können. Nach den tollen Erfahrungen aus dem Vorjahr konnten wir es im Vorfeld kaum erwarten, dass die Reise los geht. Und nun, über zwei Jahre später, komme ich endlich mal dazu, meine Notizen aus dem Urlaub zu einem Blog-Beitrag zusammenzufassen.

Am 01.10.2018 ist es endlich so weit. Wir stehen um 4:30 Uhr auf und fahren zum Flughafen Hamburg. Dort kommen wir um 6:30 Uhr an und schaffen es noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor um 8:20 Uhr unser Flieger gen Frankfurt startet. Von Frankfurt geht es dann mit dem super großen Airbus 380 weiter nach Miami. Wir treffen um 15:00 Uhr Ortszeit in Miami ein. Bis wir den Leihwagen und was zum Abendessen organisiert haben und im Hotel sind, ist es 18:00 Uhr. Danach gehen wir noch eine Stunde im Pool schwimmen und fallen nach 24 Stunde auf den Beinen um 20:30 Uhr todmüde ins Bett.

Erster Tag in Miami

Nachdem wir ausgibt ausgeschlafen haben, machen wir uns von Hotel aus auf den Weg zu der Dolphin Mall. Einer der größten Outlet Center in Amerika mit über 300 Retail Stores . Wir verfahren uns dabei allerdings ein wenig und machen noch bei Dannys Diner halt, um ein riesiges Amerikanischen Frühstück zu verputzt. Deshalb kommen wir erst um 11:00 Uhr in der Mall an. Wir bleiben dann aber bis 14:30 Uhr und shoppen, bis die Kreditkarte glüht.

Nach dem schoppen fahren wir zum Southbeach in Miami Beach. Dort legen wir uns an den Strand und gehen hinterher in einem der wunderschönen Art déco Häuser einen Cocktail trinken und Tachos essen. Am Abend geht es dann wieder ins Hotel. Dort trinken wir an der Bar noch ein Getränk, gehen im Pool schwimmen und fallen um 21:00 Uhr wieder todmüde ins Bett.

Fahrt nach Key West

Nach dem aufstehen packen wir zusammen und machen uns mit unsrem amerikanischen „Kleinwagen“ auf den Weg nach Key West.

Mittags legen wir eine kleine Pause ein und essen eine Kleinigkeiten in einem Restaurant direkt am Wasser in einem kleinen Dorf mit vielen Künstlern. Es ist herrliche karibisches mit einer leichten Brise und sonnigen 32 Grad. Während wir essen laufen Leguane vorbei und neben unserem Tisch am Wasser schwimmen diverse Ammenhaie. Man würde sich nicht wundern, wenn ein Pirat um die Ecke kommen würde.

Nach dem Mittagessen besuchen wir noch das Schildkröten Krankenhaus. Dort werden verletzte Schildkröten behandelt und gepflegt, bis sie wieder gesund genug sind, um wieder freigelassen zu werden.

Am Abend kommen wir in Key West an und gehen im Hotelpool ausgiebig schwimmen. Danach holen wir uns eine Pizza bei Pizza Hut und gehen schlafen.

Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir mit dem Bus nach Key West. In Key West schauen wir uns das Haus von Hemingway  an und laufen zum südlichsten Punkt des Festlandes der USA. Von hier aus sind es nur noch 90 Meilen bis nach Kuba. In der Mittagshitze ist uns dann so heiß, das wir kurzerhand in unser Hotel fahren und dort schwimmen gehen. Danach durchstreifen wir Key West erneut und schauen uns einige der Geschäfte an und trinken einen Milchshake. Danach kaufen wir im Supermarkt ein und holen uns zum Abendbrot wieder Pizza und Salat. Um 21:00 Uhr gehen wir erschöpft schlafen.

Tauchen am Molasses Reef bei Key Largo

Nach zwei Tagen auf Key West geht es dann zurück Richtung Festland. Auf dem Weg dorthin halten wir in Key Largo an und tauchen am Molasses Reef. Ein beeindruckender Tauchgang mit vielen Fischen und Schildkröten. Allerdings haben wir mit fast zwei Meter hohen Wellen zu kämpfen. Meine Güte ist mir schlecht geworden. Als ich nach dem zweiten Tauchgang zurück an Board war, konnte man mich für nichts mehr gebrauchen! Clara hat beim tauchen den halben Atlantik ausgetrunken und Cora stand nachher nur noch mit stoischem Blick an der Reling und hat den Horizont beobachtet. Auch Simon wurde Seekrank und wir waren alle froh, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten!

Everglades-Nationalpark

Nach einer weiteren Nacht, die wir in Homestead auf dem Festland verbringen geht es in die Everglades. Da ich gelesen habe, dass es zu dieser Jahreszeit schwierig ist die Tiere zu finden, haben wir uns entschlossen eine Führung zu machen. Unsere Wahl viel dabei auf einen Anbieter, der mit dem Slogan „eines der letzten Abendheuer in unser heutigen Zeit“ wirbt. Und der Name war wirklich Programm! Auf der Suche nach Alligatoren und Schlangen erkunden wir die Everglades mit dem Kajak und zu Fuß. Und zu Fuß heißt, dass man bis zum Bauchnabel im Wasser steht und teilweise nur zwei Meter an Schlangen und anderen Tieren vorbei läuft, währen über einem die Geier kreisen. Ein echtes Abenteuer und wir hatten viel Spaß!

Fahrt mach Sanibel Island

Zunächst schlafen wir nach unserem Abenteuer am Vortag bis 9:00 Uhr aus. Dann machen wir uns auf den Weg nach Sanibel Island. Mittags essen wir in einem typisch amerikanischem Denny’s. Wir kommen um 15:00 Uhr auf Sanibel Island an und schauen und noch mal kurz im „JN Ding Darling National Wildlife Refuge“ um, bevor wir in unser Hotel fahren. Danach schwimmen wir noch mal ausgiebig im Hotelpool und kaufen uns etwas zum Abendessen im örtlichen  Supermarkt.

Am nächsten Tag ist das Wetter leider stürmisch und bedeckt. Wir machen aber dennoch einen herrlichen Spaziergang am Strand und besuchen erneut das „JN Ding Darling National Wildlife Refuge“. Dort gelingt es uns dann auch endlich einen riesigen und ausgewachsenen Alligator zu beobachten. Er ist so gut getarnt, dass wir ihn fast übersehen hätten. Auch die Vögel nehmen ihn nicht wahr und sitzen nur wenige Meter entfernt. Er liegt aber einfach nur da und regt sich nicht er scheint satt zu sein.

Fahrt über Clearwater nach Crystal River

Nach zwei Übernachtungen auf Sunibel Island fahren wir weiter Richtung Clearwater. Wir starten um 9:00 Uhr die Küste am Golf von Mexiko entlang und wollen am Abend bei den den  Manatees in Crystal River sein. Mittags machen wir einen Zwischenstopp in Clearwater. Dort schauen wir uns ein Aquarium an, in dem verletzte Meeressäuger gesund gepflegt werden. Bei unserem Stop erfahren wir auch, dass sich über dem Golf von Mexiko der Hurrican Michael zusammenbraut und am nächsten Tag im Norden Floridas das Land erreichen soll. Also ziemlich genau dort, wo wir gerade hinfahren. Na prima. Das wird ja spannend. Zumindest die Kinder finden es sogar aufregend und toll.

Wir checken am Abend im Hotel ein, gehen erst mal ausgiebig im Pool baden und holen was zum Abendessen. Leider verstopft das Klo immer wieder und wir müssen deshalb noch mal das Zimmer wechseln. Nachdem das dann auch noch geklappt hat liegen wir um 22:30 Uhr erschöpft im Bett und sind auf das Wetter am nächsten Tag gespannt.

Hurrikan in Crystal River

Als wir am nächsten Morgen aufwachen erfahren wir aus dem Fernsehen, dass Citrus Country evakuiert wurde. Zudem wird den Personen die noch vor Ort sind empfohlen sich einzubunkern und jetzt nicht mehr zu versuchen weg zu fahren. Die Stadt Crystal River liegt in dem Landkreis Citrus County. Auch unsere Tour zu den Manatees fällt durch das Wetter leider aus. Zudem haben die meisten Geschäfte geschlossen. Da uns nichts besseres einfällt, gehen wir erst mal wieder in den Hotelpool schwimmen und warten ab. Zwischendurch verfolgen wir immer wieder die Lokalnachrichten und erfahren, dass uns der Hurrikan zu Glück knapp verfehlt. Er trifft ca. 50 km weiter entfernt auf das Land, wo er große Verwüstungen anrichten. Da haben wir ja mal richtig Glück gehabt!

Da der Hurrikan an uns vorbeigezogen ist, gab es nur ein paar Überschwemmungen und keine Sturmschäden. Deshalb kann das Schnorcheln mit den Manatees jetzt doch noch stattfinden, bevor wir weiter in Richtung Ostküste müssen.

Universal Resort Orlando

Auf dem Rückweg zur Ostküste wird dann noch ein kurzer Stop im Universal Studios Resort Orlando eingelegt, um mal in Hogwarts gewesen zu sein. Typisch amerikanisch und nicht so ganz mein Fall, aber ganz lustig und interessanter Weise haben die Zauberer inzwischen alle Smartphones.

Daytona Beach und Cape Canaveral

Als letzter Stop vor der Rückfahrt nach Miami geht es nach Daytona Beach. Wir übernachten dort im Streamline Hotel. Dem Hotel in dem die NASCAR vor 70 Jahren gegründet wurde. Passend dazu dreht sich im Hotel und der Stadt fast alles um Motoren. Andauert röhren getunte Autos und Motorräder vorbei, während wir den Sonnenuntergang in der Rooftop Bar des Hotels genießen.

Auch ein Abstecher zu dem Kennedy Space Center auf Cape Canaveral darf natürlich nicht fehlen. An dem Tag ist es allerdings mit über 40 Grad Celsius unglaublich heiß uns somit sehr anstehenden. Es ist aber dennoch beeindruckend, die ganzen Raketen und die Weltraumtechnick zu sehen.

Rückfahrt nach Miami

Tags drauf fahren wir zurück nach Miami. Da wir inzwischen so weit nach Norden gefahren sind, müssen wir den ganzen Tag Richtung Süden fahren. Wir fahren dabei eine längere Strecke auf dem Highway 1 die Ostküste entlang und es gibt bei der Fahrt viel von Land und Leuten zu sehen. Auch ein Zwischenstopp zum Essen bei Denny‘s ist sehr unterhaltsam. Es kommt eine größere Gruppe von typischen Harleyfahrern rein und setzt sich an die Theke. Man fühlt sich wie in einem Roadmovie. Als wir am Abend im Hotel ankommen ist nur noch Zeit für ein kurzes Bad im Hotelpool und dann gehts auch gleich ab ins Bett.

In Miami heißt es dann noch mal die Sonne in vollen Zügen genießen, bevor es wieder Richtung Winter und Deutschland geht. Wir fahren deshalb gleich nach dem Frühstück im Hotel an den Strand auf Key Biscayne. Dort genießen wir den 28 Grad warmen Atlantik und den Wind, der einen die Hitze besser ertragen läßt. Als wir am Nachmittag zurück zu unserem Auto gehen, entdecken wir eine Waschbären Familie, die in aller Ruhe die Mülleimer ausräumt und sich dabei auch von Badegästen in weniger als einen Meter Entfernung nicht aus der Ruhe bringen läßt. Faszinierend zu sehen, wie sich diese eigentlich nachtaktiven Tiere der Zivilisation in den Städten anpassen und ganz neue Überlebensstrategien entwickeln! Auch ein Eichhörnchen turnt zwischen den Autos rum und such nach Nüssen, ohne sich störten zu lassen.

Am Nachmittag fahren wir dann nochmal nach Miami Beach und schlendern zum South Point Pier, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Während die Sonne untergeht, fährt die TUI Mein Schiff 6 an uns vorbei und verschwindet allmählich am Horizont. Alles in allem ist es ein perfekter Strandtag vor einer umwerfenden Kulisse!

Am letzten Tag vor der Abreise gehen Clara und Cora noch mal ausgiebig schoppen und Simon und ich schauen uns die Streetart in Wynwood Miami an und genießen ein letztes mal den Pool im Flughafenhotel. Tags darauf geht es dann leider schon wieder nach Hause und auch die Rückfahrt dauert wieder einige Stunden. Es hat sich aber gelohnt. Wir sind aber erholt, zufrieden und bringen unglaublich viele Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause. Es war ein super Urlaub!

Road Trip durch Nordamerika (2. Teil)

Hier kommt der zweite Teil meines Reiseberichtes unseres 5500 km langen Road Trips durch Nordamerika. Nachdem wir im 1. Teil bis in den Glacier Nationalpark gekommen waren, führt uns der 2. Teil unserer Reise weiter zum Yellowstone Nationalpark und nach Kanada.

Fahrt in den Yellowstone Nationalpark

Wir starten gleich morgens um 8:00 Uhr und fahren mit wenigen Pausen 750 km von Norden nach Süden durch Montana. Am Abend nach 12 Stunden Fahrt um 19:30 Uhr kommen wir schließlich auf dem Rocky Mountain RV Park in Gardiner an. Ein Campground kurz vor der Grenze zu Wyoming am Tor des Yellowstone Nationalparks. Wir werden an der Rezeption sehr freundlich empfangen und bekommen einige Restaurantempfehlungen für unseren Aufenthalt. Während die Sonne allmählich untergeht, schlendern wir durch die nette kleine Stadt Gardiner und suchen uns ein Restaurant zum Abendessen. Ich esse einen Elchburger und probiere einige lokale Biere. Als die Sonne untergeht, waren wir 16 Stunden lang auf den Beinen und legen uns völlig erschöpft ins Bett.

Wir schlafen am nächsten Tag bis 9:00 Uhr. Um 10:00 Uhr starten wir dann zu unserer ersten Tour durch den Yellowstone Nationalpark zu den heißen Quellen in Hotsprings und zu den Bisons. Wir sehen dabei auch viele Elche und Antilopen. Nur die Bären verstecken sich leider an diesem Tag.

Die Tiere laufen hier ohne Angst direkt an einem vorbei. Es ist echt beeindruckend, wenn so ein riesiger Bisonbulle plötzlich direkt neben einem auf der Straße steht!

Am Tag darauf verlassen wir den Campingplatz in Gardiner und fahren vom Nordgate zum Westgate des Yellowstone Nationalparks. Wir starten endlich mal ausgeschlafen um 10:30 Uhr. Die reine Fahrtzeit beträgt 3 Stunden. Insgesamt sind wir jedoch 8 Stunden unterwegs, da wir uns diverse Lookouts und Geysire anschauen. Zudem gehen wir auch noch lecker essen und stöbern durch ein paar Souvenirläden. Als wir auf dem Campground ankommen, ist es 19:30 Uhr.

Am nächsten Morgen stehen wir schon um 6:00 Uhr auf, damit wir um 7:00 Uhr starten können. Wir halten diverse Male und schauen uns Geysire an, bis wir schlussendlich den größten Geysire Old Faithful erreichen . Dort kommen wir um 10:00 Uhr an, frühstücken, schauen uns einen Ausbruch des Geysirs an und machen einen ausgedehnten Spaziergang an diversen kleineren Geysiren vorbei. Um 15:30 Uhr habe ich einen fetten Sonnenbrand und wir starten in Richtung Bridge Bay Campground. Auf dem Weg dorthin gehen Clara und Simon noch mal in 2.357 Metern Höhe im Yellowstone Lake baden. Am Abend grillen wir uns ein Bisonsteak und Würstchen über dem Lagerfeuer. Dazu gibt es Nudeln. Außerdem kommen uns einige Elche besuchen, die nur wenige Meter an uns vorbei über den Bridge Bay Campground laufen und dabei grasen.

In der Nacht schaue ich mir mit Clara dann noch mal die Milchstraße an. Wir haben um kurz nach 23:00 Uhr genau 13 Minuten totale Dunkelheit, bevor der Mond aufgeht. Die Zeit reicht, um ein tolles Foto von der Milchstraße über dem Yellowstone Nationalpark aufzunehmen. Danach geht es endlich ins Bett.

Jackson Hole, die Twin Falls und Portland

Wir haben in der Nacht alle gefroren und sehr schlecht geschlafen. Ich bin zudem erkältet und habe Bauch- und Kopfschmerzen. Die Laune ist somit nicht die beste, als wir am Morgen Richtung Jackson Hole starten. Aber zum Ausruhen ist keine Zeit und nach zwei Bechern mit starkem Kaffee geht es einigermaßen.

Mittags schauen wir uns auf dem Weg Richtung Jackson Hole den Lewis Fall an. Ein romantischer kleiner Wasserfall mit einer Höhe von 9,1 Metern. Er liegt an der Straße zum Südeingang des Yellowstone Parks und ist ein beliebter Fotospot.

Am späten Nachmittag erreichen wir Jackson Hole, essen eine Kleinigkeit und schauen uns zwei Stunden die Stadt an. Danach fahren wir zu unserem heutigen Campground, der direkt neben der Stadt liegt..

Am nächsten Morgen schlafen wir erst mal lange aus und starten um 10:00 Uhr wieder Richtung Seattle. Unsere erste Etappe in diese Richtung hat nur moderate 400 km und geht bis Twin Falls. Dort schauen wir uns die Schoschonen Wasserfälle an. Um 19:45 Uhr kommen wir auf unserem Campground an und und gehen früh ins Bett, um am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. An diesem steht mit 800 km eine der längsten Etappen der Reise an.

Am nächsten Tag starten wir um 8:00 Uhr in Idaho Falls und sitzen abgesehen von einer Stunde Mittagspause und einer Stunde Abendessen fast den ganzen Tag im Auto. Am Abend um 20:15 Uhr haben wir die 800 km geschafft und erreichen wir unserem Campground neben Portland.

Nach der anstrengenden Fahrt wird am Folgetag länger geschlafen. Simon und ich klettern sogar erst um 9:30 Uhr aus dem Bett. Daraufhin müssen wir uns sputen, da wir um 11:00 Uhr den Campground verlassen müssen. Um Punkt 11:00 Uhr verlassen wir den Campground und fahren in die Innenstadt von Portland.

Nach einer kleinen Wanderung durch die Innenstadt von Portland, machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Campground. Dieser liegt ganz in der Nähe unseres ersten Campground in der Nähe des Mount Rainier. Es ist ein traumhafter, mitten im Urwald gelegener Eastcreek Campground, der einem älteren Ehepaar gehört. Der schönste aller bisherigen Campgrounds. Wir machen ein Lagerfeuer und kochen unsere letzten Lebensmittel zum Abendbrot. Simon röstet sich Marshmallows über dem Lagerfeuer, nachdem ihm von den Inhabern des Campgrounds erklärt wurde, wie dies geht. Danach trinken wir unsere letzten Biere und es wird ein sehr stimmungsvoller und schöner Abend im Regenwald von Nordamerika.

Vancouver, Vancouver Island und Olympic Nationalpark

Die letzte Etappe unserer Reise führt uns nach Kanada. Wir stehen am nächsten Morgen sehr früh um 6:30 Uhr auf und fahren wieder nach Tacoma. Dort kommen wir um 10:00 Uhr an und tauschen das Wohnmobil gegen einen SUV. Mit diesem geht es dann in Richtung Kanada. Um 21:00 Uhr erreichen wir unser Hotel in Vancouver und essen ein leckeres Abendbrot in einem persischen Restaurant. Um 0:00 Uhr liegen wir dann erschöpft im Bett.

Am nächsten Tag schauen wir uns Vancouver mit dem Fahrrad an. Es wird ein langer und anstrengender Tag, an dem es viel zu sehen gibt. Um die vielen Kilometer bewältigen zu können, leihen wir uns Fahrräder. Mit diesen fahren wir durch das West End und den Stanley Park. Vancouver ist eine beeindruckende und junge Stadt, die leider auch nicht ganz günstig ist.

Am Tag darauf lassen wir dann Vancouver hinter uns. Es geht mit der Fähre rüber nach Vancouver Island. Dort schauen wir uns in Torfino Grauwale und Bären an.

Danach geht es mit einem kurzen Zwischenstopp in Victoria mit der Fähre wieder Richtung USA, wo wir noch einen letzten Zwischenstopp im Olympic Nationalpark einlegen, bevor wir wieder nach Hause fliegen.

Als wir wieder zuhause ankommen, waren wir 3 1/2 Wochen unterwegs und alle sind froh, wieder zuhause zu sein. Aber wir haben viel von Amerika gesehen und es war ein toller Urlaub. Es war bestimmt nicht unser letzter Urlaub in Amerika.

Road Trip durch Nordamerika (1. Teil)

Da uns der Road Trip durch den Wilden Westen der USA so gut gefallen hat, haben wir zwei Jahre danach einen weiteren Road Trip durch den Norden der USA und durch Kanada unternommen. Diesmal wurden es sogar über 5500 km, die wir in drei Wochen zurücklegten. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung dieser ereignisreichen und beeindruckenden Reise durch Washington, Idaho, Wyoming, Montana, Oregon und British-Columbia.

Anreise

Unser Flug nach Seattle startet am frühen Morgen des 10 Juli 2019. Wir stehen um 3:50 Uhr auf und fahren um 4:40 Uhr los nach Hamburg. Von dort geht es mit Lufthansa zunächst nach Frankfurt und dann nach Seattle.

Dort fahren wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hotel Bridge Water in die Innenstadt von Seattle. Das Hotel liegt auf einer Mole und ist in den Hafen hinein gebaut. Als wir dort ankommen, sind wir völlig erledigt und deshalb legen wir uns erst mal schlafen.

Seattle

Am nächsten Morgen wachen die Ersten von uns durch den Jetlag schon um 3 Uhr morgens auf. Bis wir alle aus dem Bett kommen, wird es aber 6 Uhr. Um 7:00 Uhr geht‘s dann los aus dem Hotel Richtung Pier 55 zur Hafenrundfahrt. Auf dem Weg dorthin gibt‘s noch ein gemütliches Frühstück mit Patty Melt und French Toast. Sehr lecker! Die Hafenrundfahrt offenbart dann einen gigantischen Blick auf die Skyline von Seattle und wir erfahren einiges über die Geschichte der Stadt.

Wieder an Land trinken wir einen Kaffee bei Starbucks, dem weltbekannten Kaffeeröster aus Seattle. Danach geht es unter die Erde mit einer Führung durch die den sogenannten Untergrund von Seattle. In diesen unterirdischen Gängen und Kellern im Stadtzentrum von Seattle gibt es einiges über die Geschichte der Stadt zu lernen. Sie entstanden, da um 1900 die Straßen um ein Stockwerk nach oben verlegt wurden. Somit kann man sich hier ansehen, wie die Stadt vor 100 Jahren aussah.

Nach der Führung durch den Untergrund verbringen wir den sonnigen und warmen Nachmittag in der Innenstadt auf dem Pioneer Square. Dort sind viele Stühle und kostenlose Spiele aufgebaut. Wir spielen Tischtennis, Federball, Tischfußball und einige andere der aufgebauten Spiele. Dabei kommen wir mit den Einheimischen ins Gespräch.

Am Abend haben wir schon ganz schön müde Beine. Dennoch raffen wir uns noch auf und laufen zu dem Wahrzeichen der Stadt, der Space Needle. Den Sonnenuntergang genießen wir dann auf dem 184 Meter hohen Turm. Ein beeindruckender Ausblick! Bei der Höhe ist uns allen bis auf Clara allerdings ziemlich flau im Magen. Es loht sich aber alle mal!

Fahrt zum Mount Rainier

Nach dem anstrengenden Vortag schlafen wir bis 7:00 Uhr aus. Danach gibt’s ein deftiges amerikanisches Frühstück mit Ei, Speck und Toast in einem Diner, bevor wir im Hotel unsere sieben Sachen zusammenpacken und nach Tacoma fahren. Dort nehmen wir am Mittag unser fahrendes Haus in Empfang, welches wir für die Fahrt zum Yellowstone Nationalpark gemietet haben. Es handelt sich um ein 10 Meter langes, gigantisches Wohnmobil. Ein Kollos auf Rädern, der in Europa kaum auf eine Straße passen würde. In Amerika sind die Straßen und Parkplätze zum Glück wesentlich größer. Aber auch hier wird es die nächsten Tage noch spannende Situationen geben und Campingplätze, auf denen wir kaum in die Parkbuchten kommen.

Wir bekommen von den netten Servicemitarbeitern von Apollo eine kleine Einweisung in unser mobiles Haus und laden unsere Sachen ein. Wenig später machen wir uns auf zum nächsten Supermarkt, um uns für die nächsten zwei Wochen mit Proviant einzudecken.

Kaum ist der Einkauf erledigt, geht es 80 km weiter Richtung Osten zum Mount Rainier. Dort haben wir im Cougar Campground mitten im Mount Rainier National Park einen Stellplatz gebucht. Auf dem Weg dorthin werden die Berge immer höher und die Straßen immer kurviger. Wir fahren über diverse kleine Schluchten und Brücken, über die unser riesiges Wohnmobil gerade noch rüber passt und schon bald gibt es kein Mobilfunknetz mehr. Wir erreichen den Campground um 17:00 Uhr. Bis zum Sonnenuntergang um 21:00 Uhr bleibt also noch ausreichend Zeit für ein gemütliches Abendessen und um sich die Gegend etwas anzusehen. Um 21:00 Uhr liegen wir dann erschöpft im Bett und schlafen sofort ein.

In der Nacht wird es saukalt. Die dünnen Wolldecken, die wir im Wohnmobil bekommen haben, reichen vorne und hinten nicht aus und wir frieren fürchterlich. Um das Problem zu lösen, decken wir uns mit allem zu, was wir haben. Pullover, Jacken, usw.

Trotz der Kälte schlafen wir bis 8:00 Uhr aus und frühstücken gemütlich. Um 10:30 Uhr sind wir dann abmarschbereit und brechen zu einer Wanderung zu dem nahe gelegenen Carter Wasserfall auf. Die Wanderung führt über 7 km durch einen wunderschönen Wald und das Tal des Paradise River. Da wir über 200 Höhenmeter zurücklegen, wird es eine anstrengende Wanderung. Ein kühles Bad im Fluss bringt aber die nötige Abkühlung.

Wieder auf dem Campground angekommen, essen wir eine Kleinigkeit und legen uns ein bisschen auf‘s Ohr. Diese Ruhe in den Bergen lässt einen so richtig entspannen und abschalten. Am Abend spIelen wir dann noch bis tief in die Nacht Doppelkopf.

Fahrt in den Glacier Nationalpark

Wir stehen früh um 6:00 Uhr auf, trinken einen starken Kaffe und machen das Wohnmobil startklar. Um 8:00 Uhr starten wir Richtung Osten. Zunächst führt uns der Weg bis auf 1.600 Meter zum Fuße des Berges Mount Rainier zum Paradise Visitor Center. Dort parken wir unser Wohnmobilmonster und wandern 300 Meter den Berg zu einem Gletscher rauf. Auf den Wegen sehen wir viele Chipmunks und Murmeltiere.

Nach der Wanderung fahren wir zu dem House Creek Campground weiter, eine Zwischenstation auf dem Weg zum Glacier Nationalpark. Dort kommen wir relativ früh um 14:00 Uhr an. Bevor wir unser Wohnmobil auf unserem Stellplatz abstellen, gehen wir noch schnell im benachbarten Dorf einen Hamburger mit Pilzen essen. Am Abend baden wir im benachbarten Fluss.

Am nächsten Tag steht eine über 10 Stunden lange Fahrt an. Wir stehen deshalb wieder früh um 6:00 Uhr auf (wie fast jeden Tag…) und fahren weiter Richtung Osten. Es wird eine sehr lange und anstrengende aber sehenswerte Tour. Wir fahren durch Washington, Idaho und schließlich durch Montana. Da wir einige Pausen zum Essen, Einkaufen und Tanken einlegen und eine Stunde Zeitverschiebung gegen die Zelt haben, kommen wir erst um 21:15 Uhr auf unserem Campground an.

Nach nur 7 Stunden Schlaf geht es wieder aus dem Bett und nach einem schnellen Kaffee in den Glacier Nationalpark. Am Nachmittag haben wir eine Raftingtour gebucht. Ein tolles Erlebnis, bei dem wir einen riesigen Spaß haben. Wir werden allerdings auch bis auf die Knochen nass und frieren fürchterlich. Wir sind froh, als wir wieder bei unserem Wohnmobil ankommen und uns warme und trockene Sachen anziehen können. Nach solchen Aktionen schätzt man eine heiße Dusche gleich viel mehr.

Am Abend fahren wir zu einem Supermarkt und kaufen uns ein paar leckere Angus Steaks, die wir auf dem Grill auf unserem Campground grillen. Super lecker!

Der zweiten Teil des Reiseberichtes ist im Artikel Road Trip durch Nordamerika (2. Teil) zu lesen.

Dumont Reisehandbuch – Florida


Durch eine Erkrankung musste ich einen Aufenthalt im Krankenhaus in meine Terminplanung mit einbauen. In dem Krankenhaus war zudem der Mobilfunkempfang so miserabel, dass das Internet kaum benutzbar war. Somit hatte ich viel Zeit zu lesen. Diese Zeit habe ich genutzt, um einige Reiseführer über Florida zu lesen und unsere Reise dorthin zu planen.

Als leidenschaftlicher Fotograf musste ich natürlich als erstes das Taschenbuch „Miami und die Florida Keys“ von National Geographic lesen, dass sich fast wie ein Roman lesen läßt und viele tolle Fotografien von Matt Propert enthält. Die Zusammenfassung des Buches habe ich in dem Beitrag „Reiseplanung – Miami und die Florida Keys“ veröffentlicht.

Als nächstes kam dann ein richtiger Reiseführer dran. Schon auf den Reisen in meiner Kindheit, hatten meine Eltern immer einen Reiseführer von Dumont mit dabei. Somit war für mich schnell klar, dass ich jetzt den Reiseführer „Florida“ von Dumont durchlesen würde. Dieser hat mir dann auch sehr gut gefallen und deshalb im folgenden eine kurze Zusammenfassung meiner Eindrücke beim Lesen dieses Buches.

Das Reise-Handbuch „Florida“ von Dumont umfasst beindruckende 430 Seiten und ist somit ein sehr umfangreiches Werk. Es wurde von Axel Pinck geschrieben und die dritte aktualisierte Auflage ist 2016 erschienen. Der Inhalt des Reiseführers ist klar und übersichtlich gegliedert und beinhaltet die folgenden Teile, die jeweils in diverse Kapitel unterteilt sind:

  • Wissenswertes über Florida
    • Steckbrief Florida
    • Natur und Umwelt
    • Wirtschaft, Soziales und aktuelle Politik
    • Geschichte
    • Gesellschaft und Alltagskultur
    • Architektur, Kunst und Kultur
  • Wissenswertes für die Reise
  • Unterwegs in Florida
    • Miami und die Gold Coast
    • Everglades und Florida Keys
    • Tampa Bay und Golfküste
    • Orlando und Zentralflorida
    • Floridas Norden

Der Reiseführer beinhaltet diverse Karten der einzelnen Regionen. Eine herausnehmbare, ausklappbare und besonders detaillierte Karte der wichtigsten Regionen mit Register und Entfernungstabelle befindet sich im hinteren Einband.

Fazit

Der Reiseführer „Florida“ von Axel Pinck ist ein solides und umfangreiches Nachschlagewerk mit vielen hilfreichen und praxisnahen Tipps für die Reise. Mit der Hilfe dieses Reiseführers behält man stets den Überblick, auch wenn das Internet mal nicht funktionieren sollte. Durch seine übersichtliche und strukturierte Gliederung und die vielen Register, findet man immer schnell die gerade benötigten Informationen.

Abgesehen von den allgemeinen Kapiteln über die Geschichte, Gesellschaft, Kunst usw. läßt sich dieser Reiseführer nicht wie ein Roman von A-Z durchlesen. Dazu ist der Charakter als Nachschlagewerk zu ausgeprägt. Ich würde deshalb empfehlen, vor der Reise nur die allgemeinen Kapitel durchzulesen und die anderen Kapitel nur für die konkrete Reiseplanung oder vor Ort als Nachschlagewerk zu nutzen. Auf diese Weise lernt man vor der Reise und innerhalb kurzer Zeit das Wesentliche über das Land und hat bei Bedarf ein verlässliches Nachschlagewerk für weitere Details im Gepäck.

Wo gibt es das Buch zu kaufen?

Das Buch kann ohne Versandkosten direkt beim Verlag bestellt werden. Das gedruckte Buch kostet dort 23,99- € und das eBook (als PDF-Datrei) 18,99- €. Alternativ kann man das Buch natürlich auch über den Buchhandel oder bei Amazon bestellen. Hier der entsprechende Link, um das Buch zu bestellen.

Wilder Westen: USA-Reise durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona

Nachdem unsere letzten Herbsturlaube immer sehr naß und kalt waren, wollten wir mal etwas weiter in den Süden. Nach einer längeren Diskussion haben wir uns deshalb entschlossen im Herbst 2017 an die südliche Westküste der USA zu fliegen und einen Road Trip durch den Wilden Westen der USA zu machen. Nachdem diese Entscheidung getroffen war, lasen wir uns durch diverse Blogs und Reiseführer und erstellten eine Liste mit den Sehenswürdigkeiten, die wir und ansehen wollen. Danach priorisieren wir die Sehenswürdigkeiten und überlegten uns eine sinnvolle Route. Nach einigen weiteren Tagen und Diskussionen war dann die folgende 3300 km lange Strecke entstanden, die wir in zwei Wochen bewältigen wollten.

Anreise

Mit einer Boeing 777-300ER von Swiss Air fliegen wir in der Holzklasse über Zürich nach San Francisco. Die Sitze sind sehr eng. Wir sind aber sowieso zu aufgeregt, um zu schlafen. Der Flug dauert durch den Umweg über Zürich und das Umsteigen insgesamt mehr als 15 Stunden. Bis wir durch die Einreisekontrolle sind, den Mietwagen abgeholt haben und im Hotel Pullman in Redwood City in der Nähe von San Francisco ankommen, vergehen weitere vier Stunden. Wir fallen danach nur noch völlig erschöpft ins Bett und schlafen bis zum nächsten Morgen.

San Francisco

Als erstes sind zwei Tage in San Francisco eingeplant. Am ersten Tag in San Francisco fahren wir Vormittags als erstes im Mission Dolores Park im spanischen viertel von San Francisco. Von diesem Park hat man eine geniale Aussicht über die Innenstadt. Das Wetter ist ein Traum. Es ist sonnig, wir haben eine klare Sicht auf die Innenstadt und die Temperaturen stiegen auf mehr ls 20 Grade Celsius. Überall sitzen kleine Familien mit Kindern und es ist eine entspannte und friedliche Stimmung.

Am Nachmittag des ersten Tages in San Francisco ziehen wir weiter in die Innenstadt und nach Chinatown, um die Stadt und ihre Geschäfte etwas näher kennen zu lernen. Da wir viel Outdoor unterwegs sind, darf dabei natürlich auch ein Besuch im Flagshipstore von The North Face nicht fehlen. Diese Firma für Outdoor-Bekleidung wurde schließlich in San Francisco gegründet.

Am zweiten Tag in San Francisco besichtigen wir am Vormittag die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz (inzwischen die beliebteste Touristenattraktion in San Francisco). Gerade zur Urlaubszeit ist die Besichtigung der Besichtigung der Insel meistens ausgebucht. Dies ist auch der Fall als wir dort eintreffen. Zu Glück hatte ich dies vorher im Internet gelesen und schon vorher Katen gekauft. Somit können wir wie geplant um 10:00 Uhr mit der Fähre auf die Insel fahren und in ruhe das dortige Museum ansehen.

Als wir von Alcatraz wieder zurück sind, gibt es das Mittagessen im Hafen auf dem Pier 39. Die ehemalige Bootsanlegestelle Pier 39 im Stadtteil Fisherman’s Wharf im Norden San Franciscos ist inzwischen ein bekannter und ganzjähriger Rummel mit vielen Restaurants und Geschäften. Am Nachmittag fahren wir dann über die Golden Gate Bridge aus der Stadt raus und in die Marin Headlands, um die Aussicht auf die Stadt und die Golden Gate Bridge in der Abendsonne zu genießen. Die dort gelegenen Aussichtspunkte Battery Spencer und Hawk Hill sind für so etwas bestens geeignet. Sie sind nur etwas schwierig mit dem Auto zu finden. Man kann leicht an der Abfahrt vorbeifahren, deshalb hatte ich mir vorher eine genaue Wegbeschreibung über Google Maps vorbereitet. Wir kommen pünktlich zum Sonnenuntergang bei den Aussichtspunkten an und genießen die Aussicht bei Sonnenschein, klarer Sicht und warmen Temperaturen. Ein absolutes Highlight auf unserer Reise!

Yosemite Nationalpark

Von San Francisco geht es weiter zum Yosemite Nationalpark in der Sierra Nevada. Die Fahrt dauert 4 Stunden und wir kommen Mittags im Nationalpark an. Den Nachmittag über schauen wir uns das Yosemite Valley an und unternehmen eine kleine Wanderung zum Mirror Lake. Am späten Nachmittag stehen wir im Valley dann leider in einem Stau und schaffen es deshalb nicht mehr den berühmten Glacier Point zum Sonnenuntergang zu erreichen. Wir fahren deshalb direkt zu unserem Hotel und kommen dort kurz nach Sonnenuntergang an. Die Enttäuschung den Glacier Point verpasst zu haben ist natürlich groß, aber es warten ja noch weiter tolle Aussichtspunkte auf uns. Bei meinem nächsten Besuch im Yosemite Nationalpark werde ich auf jeden Fall mehr Zeit und mögliche Staus mit einplanen.

Über die Sierra Nevada und durch das Death Valley

Am nächsten Tag steht unsere Königsetappen an. Wir wollen Abends im Amargosa Valley übernachten und vorher die Sierra Nevada und das Death Valley durchqueren. Unser Weg ist gepflastert mit genialen Aussichtspunkten, von denen wir uns den einen oder andern anschauen wollen. Die Etappe hat eine Länge von 536 km und die reine Fahrtzeit soll bereits 6 Stunden und 20 Minuten betragen. Es gibt an diesem Tag 11 Stunden Tageslicht und wir benötigen 40 Minuten für das Mittagessen. Somit verbleiben uns ca. 4 Stunden für die Aussichtspunkte.

Die Nacht im Hotel war ein wenig anstrengend, da wir nicht ausreichend Betten im Zimmer hatten und deshalb drei Leute in einem kleinen Doppelbett schlaffen mussten. Dennoch starten wir pünktlich um 6:30 Uhr noch vor Sonnenaufgang. Der Weg führt uns über Serpentinen hinaus aus dem Yosemite Valley über eine kleine Passstraße (Tioga Rd / California State Route 120) über den Tioga Pass der Sierra Nevada Richtung Death Valley. Der Tioga Pass ist mit einer Höhe von bis zu 3031 Metern der höchstgelegene Highway-Pass in Kalifornien und der Sierra Nevada. Wir haben Glück, dass er Ende Oktober noch geöffnet ist. Er wird im Winter geschlossen, sobald Schneefall einsetzt. Der Blick über die zum Teil schon schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada ist beindruckend und wir sind von den Eindrücken völlig überwältigt. Ein weiteres Highlight unseres Road Trips!

Nachdem wir die Sierra Nevada überquert haben gönnen wir uns bei Hank & Matt’s Copper Top BBQ ein tolles Mittagessen, bevor es weiter in das Death Valley geht. Dieser BBQ-Grill hat bei TripAdvisor weit und breit die beste Bewertung bekommen und diese kann ich nur bestätigen. Das Fleisch ist zart, saftig und sehr lecker.

Nach dem Mittagessen geht es weiter durch das Death Valley und kaum sind wir am Anfang des Tals angekommen, fängt es an zu regnen. Was für ein Zufall. Wir sind in dem trockensten Tal der USA und genau jetzt regnet es. Der angenehme Nebeneffekt des Regens ist, dass es nicht ganz so heiß ist und wir das Tal somit bei angenehmen Temperaturen besichtigen können. Bis die Sonne untergeht, bleiben wir immer wieder an Aussichtspunkten stehen und laufen ein kleines Stück. Die Natur ist beeindruckend schön und ich mache natürlich wieder diverse Fotos. Wir kommen erst spät im Hotel an. Das Hotel mit dem Namen Longstreet Inn Casino ist ein Casino und Truckertreff mitten in der Wüste und entspricht in jeder Hinsicht dem amerikanischen Klischee. Eine absolut stielechte Unterkunft im Amargosa Valley.

Las Vegas

Nach der schweren und langen Etappe des Vortages lassen wir es heute etwas gemächlicher angehen. Das nächste Ziel ist Las Vegas und das liegt nur 155 km entfernt. Nach einem gemütlichen Frühstück in der Sonne vor dem Hotel, besuchen wir noch das Ash Meadows National Wildlife Refuge. Ein nicht ganz so überlaufener und wunderschöner Nationalpark. Durch eine Quelle mitten in der Wüste entsteht hier eine Vielfalt von Leben.

Nach der Besichtigung des Ash Meadows National Wildlife Refuge  fahren wir weiter nach Las Vegas und beziehen dort für zwei Tage ein ruhiges Hotel etwas abseits aber nicht weiter als 5 Gehminuten von dem Las Vegas Strip entfernt. Die Stadt Las Vegas ist das absolute Gegenteil zu der einsamen Natur der Nationalparks. Sie ist hektisch, laut, bunt und schrill. Wenn man mit dem Auto aus einem Nationalpark kommt und in die Stadt fährt, wird man durch den Unterschied regelrecht geschockt. Aber wenn man schon in der Gegend ist, muss man so etwas sicherlich auch mal gesehen haben. Wir bleiben also für zwei Tage und schauen und die Stadt bei Tag und Nacht an und natürlich mache ich auch das eine oder andere Foto in Las Vegas. Als wir nach den beiden Tagen Las Vegas wieder verlassen, bin ich sehr froh, wieder in die Stille der Natur zu entkommen. Bei anderen Großstädten bin ich gerne auch mal eine Woche geblieben. Zwei Tage Las Vegas waren für mich aber absolut ausreichend. Im Vergleich zu London, Paris oder New York, war mir diese Stadt doch zu künstlich, zu übertrieben und zu schrill.

Bryce Canyon

Im Anschluss an Las Vegas geht es weiter zum Bryce Canyon. Ein weiteres Highlight unseres Road Trips und mein Favorit. Dieser Canyon liegt in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und ist somit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark. Zudem ist ist der Canyon sehr trocken. Es ist also wichtig ausreichend Wasser mitzunehmen.

Wir beschließen das Auto auf einem der zahlreichen Parkplätze abzustellen und wandern vom Rand des Canyon mehrere Kilometer in diesen hinein. In dieser Höhe ist die Luft unglaublich dünn und klar. Der Himmel ist tief Blau und in der Sonne ist es warm. An jeder Ecke gibt es andere uns faszinierende Gesteinsformationen zu sehen und alle erstrahlen im Sonnenlicht in einer unglaublich intensiven, orangen Farbe. Man kommt sich vor wie in einer Märchenwelt. Gleichzeitig immer wieder dieser weite Blick hinunter in den Canyon und auf die Berge in der Ferne.

Während unseres Aufenthalts im Bryce Canyon übernachten wir zwei mal in der Riverside Ranch in dem kleinen Ort Hatch. Der immer gut gelaunte und freundliche Betreiber Bill läßt dieses kleine Motel mit angeschlossenem Campingplatz zu unserer Lieblingsunterkunft auf dem ganzen Urlaub werden. Er erzählt uns Anekdoten aus der Gegend, spielt zum Frühstück Musik die er extra für uns raussucht und gibt uns diverse Tipps für gute Parkmöglichkeiten und Aussichtspunkte in der Gegend. Dieses Hotel kann man wärmstens empfehlen.

Antelope Canyon

Und weiter geht’s zum Antelope Canyon bei der Kleinstadt Page in Arizona. Diese Stadt hat aktuell gerade einmal 7.000 Einwohner und wurde erst im Jahr 1957 gegründet. Sie ist somit die jüngste Stadt in den USA. Die Stadt wurde damals für die Bauarbeiter errichtet, die den Glen Canyon Dam bauten, um den Lake Powell aufzustauen.

Der Antelope Canyon ist ein sehr langer und tiefer Spalt im Sandstein, der durch Wasser und Wind entstanden ist. Der Canyon liegt im Indianerland und es ist nicht erlaubt diesen allein aufzusuchen. Man kann ihn aber im Rahmen einer Führung besichtigen. Es gibt mehrere Anbieter für solche Führungen, die leicht im Internet zu finden sind.

Da die Führungen für den Antelope Canyon oft ausgebucht sind, sollte man bereist ein paar Wochen vor der Reise eine Führung bei einem dieser Anbieter buchen. Bei der Buchung ist zu beachten, dass man zwei Stellen in dem Canyon besichtigen kann. Die eine Stelle heißt Upper Antelope Canyon und die andere Lower Antelope Canyon. Der Lower Antelope Canyon ist über eine Treppe vom Parkplatz aus zugänglich, währen der Upper Antelope Canyon nur über geführte Touren mit Bussen erreichbar ist. Deshalb ist der Besuch des Lower Antelope Canyon deutlich günstiger. Zudem sollte man möglichst zur Mittagszeit eine Tour buchen. Dann steht die Sonne am höchsten und beleuchtet die Gesteinsformationen in dem Canyon deshalb am eindrucksvollsten.

Ich hatte bereits einige Wochen zuvor eine Tour bei dem Anbieter Dixie Ellis für den Lower Antelope Canyon gebucht. Wir waren gespannt, wie die Führung wird, weil man im Internet teilweise Berichte über nicht sonderlich freundliche Führer findet. Die Sorge war aber unbegründet. Unser Führer ist sehr freundlich, zuvorkommend und erklärte uns viel über das frühere Leben der Indianer und die Geschichte des Landes. Es wird eine eindrucksvolle Führung, die ich nur empfehlen kann. Die Farben und die Lichtstimmung in diesem Canyon sind wirklich beeindruckend.

Monument Valley

Nach dem Antelope Canyon geht es weiter zum fast jedem bekannten Monument Valley. Dieses Valley liegt innerhalb der Navajo-Nation-Reservation an der südlichen Grenze des US-Bundesstaates Utah, sowie im Norden Arizonas. Durch seine riesigen, roten und markanten Gesteinsformationen ist es Kulisse in diversen Werbesendungen und Filmen und dürfte nahezu jedem bekannt sein. Das Valley kann mit dem eigenen Auto oder mit einer Bustour mit Führung befahren werden. Wir entscheiden uns für das eigene Auto. Bei der Fahrt durch das Valley stellt sich diese Entscheidung als sehr mutig heraus. Die Schotterpisten sind für unseren Van durch die vielen Schlaglöcher und die steile Steigungen absolut grenzwertig. Auf unserer Tour kommen wir sogar an Geländewagen vorbei, die einen Plattfuss haben oder festgefahren sind. Es geht aber alles gut.

Am Abend übernachten wir in der kleinen Stadt Kayenta. Diese hat noch nicht mal 5.000 Einwohner, liegt mitten in der Navajo Nation Reservation und es ist kein Verkauf von Alkohol erlaubt.

Grand Canyon und Route 66

Das Monument Valley ist auch der östlichste Punkt unserer Reise. Von hier aus geht es wieder Richtung Westen. Unser erstes Etappenziel ist der Grand Canyon. Um diesen Riesigen Canyon zu besichtigen, fahren wir nach Grand Canyon Village an die Südkante des Canyon. Von dort wandern wir auf einem Wanderweg entlang der Felswand hinunter Richtung Colorado River. Nach einer Stunde und ein paar hundert Metern drehten wir aber lieber wieder um und laufen zurück. Für die ganze Strecke bis zum Fluß und zurück würde man zwei Tage benötigt. So viel Zeit haben wird nicht und wenn man im Canyon übernachten will, muss man das vorher anmelden.

 

Nach der Besichtigung des Grand Canyon fahren wir weiter und beziehen ein Hotel in der kleinen Stadt Kingman. Diese Stadt liegt auf der ehemaligen Route 66. Deshalb findet man hier überall etwas über diese erste durchgehend geteerte Straße, die von der Ostküste an die Westküste ging. Um ein bisschen von der Geschichte der Route 66 mitzubekommen, fahren wir ein Stück nicht auf der Schnellstraße, sondern auf der ehemaligen Route 66 nach Oatman. Diese ehemalige Goldgräber ist sehr gut erhalten und es leben sogar noch Menschen dort. Es wird inzwischen nicht mehr nach Gold gesucht, aber einige Einwohner sind geblieben und bieten Souvenirs und Krimskrams für die Touristen an. Wir sind in Oatman vor allem von den wilden Eseln begeistert, die durch die ganze Stadt laufen und versuchen von den Touristen Futter zu bekommen.

Pazifikküste und Paso Robles

Als letztes steht ein Schlenker zu der Pazifikküste auf unserer Reise an. Wir übernachten in einem Hotel in der bekannten Weinanbauregion Paso Robles und testen dort natürlich auch den einen oder anderen kalifornischen Wein. Am nächsten Tag fahren wir noch ein Stück die California 1 (eine Landstraße direkt am Pazifik) entlang und danach wieder zurück nach San Francisco. Am letzten Tag unseres Urlaubs besichtigen wir dann noch die Universität Stanford bei Palo Alto und dann geht es mit dem Flugzeug wieder nach Hause. Am Ende wäre man – wie so oft – gerne eine Woche länger geblieben. Aber so ist das ja bei jedem schönen Urlaub.